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Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum

Mit dem Fortschreiten des demografischen Wandels steigt die Zahl der Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf kontinuierlich. Von diesen Veränderungen sind in einem besonderen Maße ländliche Gebiete betroffen. Den größten Zuwachs an Pflegebedürftigen haben dabei ambulante Pflegedienste.

Um vor diesem Hintergrund die häusliche Versorgung langfristig sicherzustellen, müssen die Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege und die Arbeitsbedingungen in den Diensten verbessert werden. Nur auf diese Weise kann es gelingen, ausreichend qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu binden sowie Organisationsabläufe in den Betrieben zu optimieren.

Pflege
Die Niedersächsische Landesregierung hat im Jahr 2016 ein dreijähriges Förderprogramm zur strukturellen Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen in der ambulanten Pflege im ländlichen Raum gestartet. Dieses Förderprogramm wurde im Jahr 2019 mit einer Laufzeit von vier Jahren neu aufgelegt.

Mit dem umfänglichen Förderprogramm von fünf Millionen Euro pro Jahr sollen möglichst viele Pflegedienste zukunftsweisende Maßnahmen umsetzen können, für die zusätzliche Finanzmittel erforderlich sind. Im Rahmen des Förderprogramms können nachhaltige, über den Förderzeitraum hinaus wirksame Projekte insbesondere in folgenden vier Bereichen gefördert werden: Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen, Kooperation und Vernetzung, Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Pflegekräfte, Einführung von technischen und EDV-basierten Systemen.


FÖRDERSCHWERPUNKTE

1 . Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen

Hier kann beispielsweise die Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung arbeitnehmerorientierter Arbeitsmodelle, zur Stärkung des Führungsverhaltens sowie zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten beantragt werden.

Praxisbeispiele: Fachlaufbahnen , Personalgewinnung durch Imagefilme

2. Kooperation und Vernetzung

Mögliche Förderprojekte sind Initiativen zum Aufbau von Vernetzungsstrukturen und zur Verbesserung von Kooperationen auf den unterschiedlichen Ebenen, beispielsweise auch solche, die im Sinne der Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf zur Optimierung ihrer Gesamtversorgung beitragen können.

Praxisbeispiel: Schulkooperation

3. Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Hier können beispielsweise Projekte zur betrieblichen Organisation von Betreuungsmöglichkeiten sowohl für Kinder als auch für hilfsbedürftige, ältere Familienmitglieder oder auch die Umsetzung von familienfreundlichen Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodellen gefördert werden.

Praxisbeispiel: Kinderbetreuung

4. Einführung von technischen und EDV-basierten Systemen

Förderfähig sind beispielsweise technische Unterstützungssysteme im häuslichen Umfeld der Kundinnen und Kunden sowie EDV-gestützte Maßnahmen zur Optimierung von Organisationsabläufen in Pflegediensten.

Praxisbeispiele: Tablets in der Pflege , Bildschirmpflege , Smarte Türschlösser

Antragstellung

Die Antragsunterlagen sowie Informationen zu den Zuwendungsvoraussetzungen finden Sie hier. Den Antrag senden Sie bitte direkt an die Bewilligungsbehörde: Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Außenstelle Lüneburg, Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg.

Hier werden auch zuwendungsrechtliche Fragen beantwortet. Ihre Ansprechpartnerinnen im Landesamt für Soziales, Jugend und Familie erreichen Sie unter:
Telefon: 04131-15 3220
E-Mail: team4sl1@ls.niedersachsen.de


Informationen und Beratung

Sofern Sie Informationen oder eine fachliche Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartnerin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung:

Antje Mutz,
Telefon: 0511 - 120 5830
E-Mail: Antje.mutz@ms.niedersachsen.de

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