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Weibliche Genitalverstümmelung / Female Genital Mutilation (FGM)

Von weiblicher Genitalverstümmelung/-beschneidung (FGM/C: female genital mutilation/cutting) sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)weltweit ca. 200 Millionen Frauen und Mädchen betroffen. Durch Migration und Flucht aus Ländern, in denen FGM/C praktiziert wird, wächst die Zahl der betroffenen Frauen in den Einwanderungsländern. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes geht davon aus, dass in Deutschland ca. 70.000 Betroffene leben und gut 17.700 Mädchen gefährdet sind, diesem in Körper und Seele einschneidenden Eingriff ausgeliefert zu werden.

Belastbare Zahlen zu Niedersachsen liegen nicht vor. Es gibt aber Grund zu der Annahme, dass auch in Niedersachsen eine erhebliche Zahl von Frauen und Mädchen betroffen ist. Anhand der jüngsten Dunkelzifferstatistik von Terre des Femmes sind folgende Schätzungen möglich:

Mit Stand Oktober 2019 geht Terre des Femmes davon aus, dass in Niedersachsen zum Stichtag 31.12.2019 rund 5.200 betroffene Frauen und Mädchen aus FGM-C Risikonationen (Prävalenzrate von 88 – 98 %) und ca. 1.800 gefährdete Minderjährige lebten. Die Schätzungen beruhen auf der UNICEF-Prozentzahl der Betroffenen im Heimatland werden dann auf die Anzahl der hier lebenden Mädchen und Frauen angewandt. Dabei wird weiter nach Faktoren wie Abhängigkeit von der Familie und vermuteter Veränderung des kulturellen Wertesystems aufgrund zunehmender Integration in die Aufnahmegesellschaft differenziert.

Wir in Niedersachsen sind entschlossen, bereits betroffenen Frauen und Mädchen die notwendige Unterstützung zu gewähren und künftige Übergriffe zu verhindern. Link >Netzwerk INTEGRA zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung

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