Gesundheitsminister Philippi unterstützt Vorschlag für höhere Tabaksteuer: „Diese Maßnahme ist überfällig“
Zu der geforderten Erhöhung einer Tabaksteuer äußert sich der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und diesjähriger Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz wie folgt:
„Ich begrüße den Vorstoß ausdrücklich. Bereits in der Vergangenheit habe ich mehrfach auf die Risiken des Rauchens und des Vapens hingewiesen. Erst 2025 haben wir im Bundesrat eine Initiative von Niedersachsen und anderen Ländern für die Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes eingebracht. Es braucht aber ein ganzes Maßnahmenpaket, um die Zahl der Raucherinnen und Raucher weiter zu senken. Neben einem Werbeverbot für Tabakprodukte und Aufklärung über die Schäden, die durch Nikotin entstehen, halte ich eine Tabaksteuer für überfällig. Wir müssen die Einstiegshürden in die Nikotinabhängigkeit weiter erhöhen und insbesondere Jugendliche und junge Menschen über die Gefahren vom Rauchen und Vapen aufklären. Abschreckende Fotos und Zigarettenpackungen bewirken zu wenig. Hohe Tabaksteuern, wie z B. in Australien, führen nachweislich zu einer Reduzierung des Tabakkonsums.
In Niedersachsen ist Lungenkrebs noch immer die zweithäufigste Krebserkrankung unter Männern und die dritthäufigste bei den Frauen. Bei Männern stellt Lungenkrebs sogar die häufigste Krebstodesursache dar, bei Frauen die zweithäufigste. Viele Erkrankungen ließen sich durch den Verzicht auf das Rauchen vermeiden. Eine Entscheidung gegen das Rauchen ist also auch eine Entscheidung für ein gesünderes und längeres Leben.“
Hintergrund:
Nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gaben 83 Prozent der 12- bis 17-Jährigen an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. Bei den 18- bis 25-Jährigen lag dieser Anteil bei rund 47 Prozent. Weiterhin beliebt unter jungen Menschen bleiben Einweg-E-Zigaretten: Knapp 7 Prozent in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen gaben laut BZgA an, in den zurückliegenden 30 Tagen, eines dieser Produkte konsumiert zu haben, unter den 18- bis 25-Jährigen waren es 12 Prozent. Insgesamt sank der Anteil der jugendlichen Raucherinnen und Raucher von 27,9 Prozent im Jahr 2001 auf nun 6,4 Prozent, von den 18-bis 25-Jährigen rauchten im Jahr 2023 33,6 Prozent der jungen Männer und 18,4 Prozent der jungen Frauen.
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erstellt am:
30.01.2026

