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Gesundheitsminister Philippi begrüßt Entscheidung des Europäischen Parlaments zum Critical Medicines Act: „Wesentlicher Fortschritt für Arzneimittelsicherheit“

Das Europäische Parlament hat in dieser Woche seine Position zum Critical Medicines Act (CMA) zur Verbesserung der Verfügbarkeit und Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln in der Europäischen Union beschlossen. Der Niedersächsische Gesundheitsminister und diesjähriger Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz Dr. Andreas Philippi begrüßt die Entscheidung des Europäischen Parlaments:

„Ich begrüße die Entscheidung des Europäischen Parlaments ausdrücklich. Die Sicherstellung einer zuverlässigen, widerstandsfähigen und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung ist eine zentrale Herausforderung für Deutschland und die Europäische Union. Angesichts zunehmender Lieferengpässe und globaler Abhängigkeiten hat die EU in den vergangenen Jahren eine umfassende Agenda entwickelt, um Abhängigkeiten zu reduzieren, Lieferketten zu diversifizieren und Produktionskapazitäten innerhalb der EU gezielt zu stärken. Der von der Europäischen Kommission im März 2025 vorgeschlagene Critical Medicines Act stellt dabei einen zentralen Baustein europäischer Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit mit essenziellen und kritischen Arzneimitteln dar. Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung des Europäischen Parlaments ein wesentlicher Fortschritt für die europäische Arzneimittelsicherheit. Sie schafft eine tragfähige Grundlage für die kommenden Trilog-Verhandlungen und setzt zugleich ein wichtiges Signal für eine widerstandsfähigere, strategisch ausgerichtete und patientenorientierte Arzneimittelversorgung in Deutschland und in der EU. Die Bundesregierung muss sich in den jetzt startenden Trilog-Verhandlungen dafür einsetzen, dass die Kriterien verbindlich bleiben, um klare Rahmenbedingungen für eine stabilere Arzneimittelversorgung zu schaffen.“

Hintergrund:

Ein erheblicher Anteil der in der EU gemeldeten Lieferengpässe – über 50 Prozent – ist auf Probleme in der Arzneimittelherstellung zurückzuführen. Basierend darauf haben das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die Stärkung der europäischen Produktionskapazitäten, die Reduktion externer Abhängigkeiten sowie die Verbesserung der strukturellen Resilienz der Lieferketten als prioritäre Ziele definiert. Der Critical Medicines Act soll in Zukunft insbesondere dafür Sorge tragen, dass bei der Beschaffung kritischer Arzneimittel künftig nicht nur der niedrigste Preis ausschlaggebend ist, sondern insbesondere die Kriterien der Versorgungssicherheit erfüllt werden.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
23.01.2026

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