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„Corona-Virus“

Rede der Niedersächsischen Sozialministerin Daniela Behrens


Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 09.06.2021, TOPs 3 - 7



– Es gilt das gesprochene Wort –


„Die jetzt hier zur Schlussabstimmung anstehenden Anträge eint die Forderung nach einer langfristigen Strategie im Umgang mit dem Corona-Virus.

Wir arbeiten als Landesregierung und auch die Mehrheit des Landtags - neben der herausfordernden Bewältigung der akuten Lage - beständig an Instrumenten, um gemeinsam mit den Menschen in diesem Land Perspektiven für einen sicheren und verlässlichen Alltag mit weitestgehenden Freiheiten zu haben, kurz: in unser gewohntes Leben zurückzukehren.

Eines muss uns dabei bewusst sein: das Corona-Virus ist in der Welt, und unsere Strategie muss darauf abzielen, die Ansteckungsgefahr zu bannen. Leichtsinn hilft uns nicht weiter.

Der erste Baustein unserer Strategie ist das Monitoring der Infektionslage: Wir werden weiterhin – gemeinsam mit dem RKI – die Infektionszahlen erheben. Wir werden sorgfältig die qualitative und quantitative Entwicklung von auftretenden Virusmutationen analysieren.

Und nicht zuletzt bewerten und beobachten wir täglich die Situation in den Krankenhäusern, die Belegung von Betten und die Auslastung der Intensiv- und Beatmungskapazitäten. Bei auffälligen lokalen Infektionsgeschehen arbeiten wir zusammen mit den Gesundheitsämtern vor Ort die Ursachen auf und begrenzen mit gezielten Maßnahmen den Ausbruch.

Die niedersächsische Teststrategie „Mehr Sicherheit durch gezieltes und umfassendes Testen“ ist der nächste Baustein, die Pandemie zu beherrschen.

Wir alle sehen derzeit, dass das Testen sehr dabei hilft, Infektionen früh zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen. Schwarze Schafe schmälern nicht die Testnotwendigkeit.

Die meisten unserer Zentren arbeiten ordentlich. Die Testzentren sind ausgesprochen wichtig für die rechtzeitige Erkennung von Ansteckungsrisiken. Die Aufdeckung von Infektionen und die Unterbrechung von Infektionsketten ist immens wichtig.

Der dritte Baustein ist die konsequente Fortsetzung der Impfkampagne: Wir haben große Fortschritte beim Impfen erreicht. Seit dem 7. Juni impfen nun auch die Betriebsärztinnen und -ärzte. Die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen, ist ungebrochen. Derzeit haben wir mehr Impf-Interessierte als Impfstoff.

Das könnte sich aber nach dem Sommer ändern. Wir sind mit unserer Impfkampagne vorbereitet. Ziel wird sein, die Menschen zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Wir brauchen zum Herbst eine Herdenimmunität von 80 - 85 Prozent, um die von der Wissenschaft prognostizierte 4. Welle zu vermeiden.

Parallel gilt es, Fragen zur möglichen notwendigen Auffrischung der Impfung in den Blick zu nehmen und auch dafür - falls notwendig - Vorsorge zu treffen.

Und abschließend dürfen wir die Menschen nicht vergessen, die nach einer überstandenen Corona-Infektion mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben. Wir müssen genau hinschauen, was diese Menschen brauchen. Der Antrag weist hier einen guten Weg, sich auf diesen Aspekt der Gesundheitsversorgung vorzubereiten.

Unsere Strategie ist klar: Beobachten, Testen, Impfen, Vorsorgen. So schaffen wir ein sicheres Umfeld für die Menschen in Niedersachsen.

Vielen Dank!“


Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
09.06.2021

Ansprechpartner/in:
Oliver Grimm

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