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Ehrung der Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Niedersachsen

Sozialministerin Carola Reimann: „Sie unterscheiden nicht zwischen ‚wir‘ und ‚die anderen‘. Sie leben Integration, Vielfalt und Miteinander auf beeindruckende Weise vor“


Landesbeauftragte Doris Schröder-Köpf und Editha Westmann: „Hürden überwinden, Brücken bauen!“

In ein neues Land zu kommen, heißt Neuland zu betreten. Dass für Zugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund unbekanntes Terrain zur neuen Heimat wird, ist auch dem Engagement der ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Niedersachsen zu verdanken. Das unterstrich Sozialministerin Carola Reimann beim heutigen Empfang der Ehrenamtlichen im Gästehaus der Landesregierung: „Sie alle bringen unterschiedliche Kompetenzen mit und haben dabei die Bedarfe vor Ort im Blick. Für uns ist es ein großer Gewinn, dass Sie mit Ihren Erfahrungen und Ihrem Einfühlungsvermögen anderen mit dem Fokus ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ zur Seite stehen.“

Die Lotsinnen und Lotsen unterstützen Menschen aus anderen Ländern dabei, in der für sie neuen Umgebung Fuß zu fassen. So helfen sie bei Behördengängen, Arztbesuchen, Hausaufgaben oder der Suche nach Betreuungsangeboten, stellen Freizeitaktivitäten auf die Beine, begleiten junge Menschen auf ihrem Weg zur Ausbildung oder zum Studium und vieles mehr.

Stellvertretend für die knapp 2.000 in Niedersachsen ehrenamtlich aktiven Lotsinnen und Lotsen überreichte Dr. Carola Reimann etwa 50 Frauen und Männern Urkunden als Anerkennung für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement und betonte: „Sie unterscheiden nicht zwischen ‚wir‘ und ‚die anderen‘. Sie leben Integration, Vielfalt und Miteinander auf beeindruckende Weise vor! Vielfalt und Zusammenhalt sind wichtige Werte, die wir den derzeitigen rechtspopulistischen Umtriebe entgegenhalten.“

Auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, hob die große gesellschaftliche Bedeutung der Lotsinnen und Lotsen hervor: „Ihr täglicher Einsatz baut wichtige Brücken, gibt Zuversicht und ist Ausdruck gelebter gesellschaftlicher Verantwortung.“

Die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Editha Westmann fügte hinzu: "Im Alltag treffen auch unsere Spätaussiedler-Familien auf unzählige Hürden. Wie gut, dass es Menschen gibt, die mit Kompetenz, Einfühlungsvermögen und ganz viel Herz dabei helfen, diese Hürden zu meistern. Integrationslotsinnen und -lotsen gehen mit den zu uns kommenden Menschen den langen und kräftezehrenden Weg der gesellschaftlichen, schulischen und beruflichen Eingliederung. Sie vermitteln Wissen und nehmen Ängste. Ihr Wirken ist unsagbar wertvoll für uns alle. Ihnen gebührt unser aller Dank, unser Respekt und unsere Unterstützung!"

In diesem und im nächsten Jahr fördert das Land mit jeweils 140.000 Euro die Qualifizierungsmaßnahmen für Integrationslotsinnen und Integrationslotsen. Ergänzend dazu bietet das Niedersächsische Sozialministerium Weiterbildungen an; so gibt es dieses Jahr Workshops zu den Themen „Umgang mit traumatisierten Menschen“, „Arbeitssuche, Zugang zum Arbeitsmarkt“ sowie „Anerkennung ausländischer Abschlüsse“.

Wer selbst Lotsin oder Lotse werden möchte, kann sich unter http://www.soziales.niedersachsen.de > Soziales und Gesundheit > Migration und Teilhabe > Integrationslotsen informieren.

Ausgezeichnet: Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Niedersachsen (mit Untertiteln)

 
Presseinformationen
Artikel-Informationen

04.09.2019

Ansprechpartner/in:
Christina Stumpenhausen

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