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Online Podiumsdiskussion „Freizeit inklusiv(e)“ – neuer Fokus im Aktionsplan Inklusion des Landes Niedersachsen für die Jahre 2021/2022 – dem Dritten seiner Art

Sozialministerin Daniela Behrens stellt am Montag, dem 23. August 2021, von 12.00 bis 13.30 Uhr im Rahmen einer Online-Veranstaltung via live-Stream den dritten Aktionsplan Inklusion des Landes Niedersachsen für die Jahre 2021/2022 vor.

„An der Erstellung des Aktionsplans Inklusion 2021/2022 haben Menschen mit Behinderungen auf vielfältige Weise mitgewirkt“, erklärt Daniela Behrens. „Zum einen sind Ideen von Menschen mit und ohne Behinderungen aus ganz Niedersachsen in einer digitalen Ideenbox gesammelt worden. Zum anderen sind neben Vorschlägen der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen auch solche von Vertreterinnen und Vertretern des Landesbeirats für Menschen mit Behinderungen berücksichtigt worden. Weitere Maßnahmen wurden im Rahmen von thematischen Sitzungen zu den Bereichen Mobilität, Freizeit und Sport, Kultur und Tourismus mit Expertinnen und Experten in eigener Sache sowie Vertreterinnen und Vertretern der fachlich betroffenen Ressorts erarbeitet. Ein Schwerpunkt wurde dann auch auf die Bereiche Freizeit und Sport sowie Kultur und Tourismus gelegt.“

„Ich begrüße es sehr, dass auch bei der Erstellung des dritten Aktionsplans Inklusion Menschen mit Behinderungen von Anfang an beteiligt waren“, betont Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. „Nur so kann es gelingen, gemeinsam mit den verschiedenen Ministerien Maßnahmen zu erarbeiten, die die Inklusion vor Ort noch weiter voranbringen."

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist herzlich eingeladen, dabei zu sein, wenn Ministerin Behrens den aktuellen Aktionsplan vorstellt und mit dem Geschäftsführer des Niedersächsischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, Hans-Werner Lange, und dem Comedian und Schauspieler Tan Caglar ins Gespräch kommt. Die Moderation übernimmt die Journalistin Désirée Marie Fehringer vom NDR.

Im Rahmen der Diskussionsrunde besteht für die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, interaktive Fragen zu stellen.

Den Teilnahmelink finden Sie hier: https://vimeo.com/584794776

Es wird keine spezielle App benötigt, lediglich ein Internetzugang.

Der Live-Stream wird durch Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher sowie Schriftdolmetscherinnen und -dolmetscher begleitet.

Zum Hintergrund:

Inklusion ist ein Grundrecht. Chancengleichheit, Akzeptanz, Respekt und eine vollständige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen sind die Ziele, die die UN-Behindertenrechtskonvention vorgibt und die Niedersachsen mit dem Aktionsplan Inklusion umsetzt. Die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft ist und bleibt eine Querschnittsaufgabe, der sich alle – die gesamte Landesregierung als auch alle gesellschaftlichen Akteure - verpflichtet fühlen.

Vielfältige Maßnahmen wurden bereits mittels der zwei Vorgänger-Aktionspläne seit 2017 umgesetzt. In dieser Tradition enthält nun auch der der dritte Aktionsplan Inklusion neue Maßnahmen, aber auch die bekannten 12 Handlungsfelder: Bewusstseinsbildung, Partizipation, Kommunikation, Bildung, Arbeit, Wohnen, Mobilität, Familie, Gesundheit und Pflege, Freizeit und Sport, Kultur sowie Medien und Digitalisierung. Das Handlungsfeld Kultur wurde um den Bereich Tourismus erweitert.

Einige Beispielmaßnahmen aus dem dritten Aktionsplan Inklusion 2021/2022 sind:

- Menschen mit Behinderungen werden bei der Konzeption von Ausstellungen und anderen kulturellen Angeboten zukünftig aktiv eingebunden.

- Tourismusorte in Niedersachsen werden zu barrierefreien Reisezielen weiterentwickelt, indem mindestens ein Ort bis 2023 zu einem barrierefreien Ort zertifiziert wird.

- Im Bereich Schule wird Niedersachsen Standards und Qualifizierungsmodule für Schulassistenzen nach dem Achten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) erarbeiten und etablieren.

- Zukünftig werden öffentliche Mittel des Landes in Form von Förderungen ausschließlich an solche Vorhaben des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vergeben, die die Barrierefreiheit nach neuestem Stand nach § 7 des Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetzes (NBGG) berücksichtigen oder Maßnahmen zum Abbau von Barrieren beinhalten und damit eine möglichst umfassende Barrierefreiheit im ÖPNV schaffen.

- Es wird ein Handlungsleitfaden für alle Personen mit und ohne Behinderungen im organisierten/gemeinwohlorientierten Sport erstellt.

- In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC e.V.) und den touristischen Reiseregionen in Niedersachsen sollen bis 2022 weitere Teilstrecken von touristischen Rad- und Wanderwegen barrierefrei ausgebaut und über das bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ gekennzeichnet werden.

Sie finden den Aktionsplan auch im Internet unter Link

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
16.08.2021

Ansprechpartner/in:
Silke von der Kammer

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