Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Bessere Verständlichkeit und Lesbarkeit von Arzneimittel-Packungsbeilagen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Rundt: „Nur wer die Medikamentenbeschreibungen versteht, kann ausreichend für seine Gesundheit sorgen!“


Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt begrüßt Pläne, Packungsbeilagen von Medikamenten künftig verständlicher zu verfassen: „Packungsbeilagen enthalten wichtige medizinische Informationen, die aber für viele Menschen schwierig zu verstehen sind. Gerade ältere Menschen werden durch die komplizierten Angaben verunsichert. Wir müssen dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten die Beipackzettel verstehen - denn nur so erlangen sie die wichtige Kompetenz, für ihre Gesundheit richtig sorgen zu können."
Deshalb unterstützt Rundt die Forderung der Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder an das Bundesministerium für Gesundheit zu prüfen, ob es zielführend und rechtlich möglich ist, der aktuellen Packungsbeilage zusätzlich eine laienverständliche Kurzform der Packungsbeilage beizufügen.

Laut Studien - u.a. der Universität Bielefeld - ist mehr als die Hälfte der Deutschen von der Informationsflut auf Arzneimittel-Packungsbeilagen überfordert. Vor allem die zahlreich aufgeführten Nebenwirkungen beunruhigen sie. Das bedeutet vornehmlich bei älteren Patientinnen und Patienten, die oft viele verschiedene Arzneimittel einnehmen müssen, eine kaum überwindbare Hürde; sie nehmen die Medikamente nicht richtig ein oder beenden eigenständig deren Einnahme, obwohl diese für die Patientinnen und Patienten dringend erforderlich ist.

Auch die EU-Kommission hat das Thema aufgegriffen. Laut einem ersten Bewertungsbericht müssen aber noch weitere Kenntnisse gesammelt werden, wie nützlich Extraabschnitte in Packungsbeilagen mit gut verständlich verfassten, wesentlichen Informationen sind.

Entsprechend dieser Anregung beabsichtigt das Saarland, in Kooperation mit der Universität des Saarlandes, der Apothekerkammer und den Krankenkassen des Landes sowie der Pharmazeutischen Industrie eine Pilotstudie durchzuführen. Sie soll Erfahrungen über eine laienverständliche zusätzliche Packungsbeilage in Kurzform sammeln.

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Artikel-Informationen

19.07.2017

Ansprechpartner/in:
Naila Eid

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