Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Politik für Migration und Teilhabe, Beratungsangebote in Niedersachsen

Von Migration und Teilhabe sind alle Bereiche unserer Gesellschaft unmittelbar betroffen. Für Niedersachsen heißt dies: Politik für Migration und Teilhabe ist Querschnittspolitik. Sie ist keine isolierte Sonderaufgabe, sondern gehört -insbesondere auch mit ihren Angeboten- in die Mitte der Gesellschaft.

Bund, Länder und Kommunen zusammen mit anderen zum Teil ehrenamtlichen Akteuren stellen Mittel zur Verfügung oder bringen sich ein, um die Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu fördern. Eine koordinierte Zusammenarbeit der Beteiligten nutzt Synergieeffekte und steigert die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen.

LAndkarte mmit Collage

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Zur Umsetzung integrationspolitischer Maßnahmen stellt die Landesregierung jährlich mehr als 80 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu gehört die Infrastruktur der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen ebenso wie die neu geschaffenen Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe. Der größte Teil der Mittel fließt in Bildung und Sprachförderung, dies insbesondere auch, um den Übergang von der Schule in die Berufswelt zu fördern. Wegen der Länderzuständigkeit - aber vor allem wegen ihrer Schlüsselbedeutung im Prozess der Migration und Teilhabe - haben diese Bereiche besonderes Gewicht.

Darüber hinaus werden in Niedersachsen u.a.:

  • Dialog mit dem Islam,
  • Bürgerschaftliches Engagement von Zugewanderten,
  • Gesundheit und Migration,
  • Migration und Teilhabe vor Ort sowie
  • Migration, Teilhabe und Sport

als wichtige Handlungsfelder angesehen.

Logo der KMN

Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN)

In einem Flächenland wie Niedersachsen steht die Integrationspolitik vor besonderen Herausforderungen. So müssen alle Akteure und Beratungsangebote bedarfsgerecht verteilt und größtmöglichst vernetzt werden. Basierend auf der vom Land finanzierten Integrationsberatung wurde das Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen entwickelt. Seit über zehn Jahren ist so eine fachliche Verknüpfung und Kommunikation aller am Integrationsprozess Beteiligten gewährleistet. Weitere Informationen u.a. zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in den Regionalverbünden finden Sie hier...

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Das Land unterstützt auch vielfältige Beratungseinrichtungen und Projekte. Als besonders erfolgreich hat sich das Projekt Integrationslotsinnen und Integrationslotsen erwiesen, wobei ehrenamtliche Engagierte für die Migration und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte qualifiziert werden.

Niedersachsen sieht sich mit dieser Integrationspolitik im Einklang mit dem Nationalen Aktionsplan Integration, der im Januar 2012 durch die Bundeskanzlerin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration wurde der Nationale Integrationsplan aus dem Jahr 2007 weiterentwickelt. Dessen etwa 400 Selbstverpflichtungen sind bis heute fast vollständig umgesetzt worden.

Besondere Bedeutung erfährt auch der Aspekt der nachholenden Integration. Nachholende Integrationspolitik in Niedersachsen orientiert sich an dem Ziel, den seit langer Zeit hier lebenden Zugewanderten gleichberechtigte Partizipationschancen an allen gesellschaftlichen Bereichen zu eröffnen und rückt erfolgreiche Migration und Teilhabe als Zielvorstellung in den Fokus. Gleichzeitig greift sie unter dem Leitprinzip "Fördern und Fordern" auch Defizite im Bereich der Migration und Teilhabe von Zugewanderten und deren Nachkommen auf.

Nachholende Integrationspolitik richtet sich auch an die einheimische Bevölkerung. Ziel ist es, die Akzeptanz gegenüber Zugewanderten zu erhöhen. Hierzu entwickelt die Landesregierung Strategien, um neben der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auch die interkulturelle Kompetenz insbesondere im Bereich der staatlichen Akteure zu fördern und diese zudem als potentielle Arbeitgeber für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu öffnen.

Diese auf die Einbindung aller Bevölkerungsgruppen zielende Strategie wird auch in dem Pilotprojekt "Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergund in der Jugendfeuerwehr" verfolgt. Hierbei wird insbesondere das bürgerschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen zusammen mit einer stärkeren gesellschaftlichen Teilhabe vor Ort gefördert.

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