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Migration und Teilhabe fördern - Vielfalt gestalten

Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen

Das Netzwerk

Die Arbeit im Themenfeld der Migration und Teilhabe kann nur erfolgreich sein, wenn die Angebote aufeinander abgestimmt sind und eine systematische Verzahnung gewährleistet ist. Niedersachsen hat deshalb im Jahr 2000 das Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) entwickelt. In der KMN sind alle wichtigen Beratungs-, Service- und Informationsangebote für Zugewanderte zusammengefasst.

Landesweit sind über dieses Netzwerk weit mehr als 600 Fachkräfte und Einrichtungen miteinander vernetzt. Die KMN bildet somit einen wichtigen Teil der Strukturen bei der Zusammenarbeit im Themenfeld Migration und Teilhabe in Niedersachsen.

Die KMN hat sich mit ihrer Organisationsform der 10 Regionalverbünde (RV) als Verbundsystem bewährt.

Die Regionalverbünde sind selbstorganisiert und haben u.a. die Aufgabe, den Informationsfluss zwischen ihren Mitgliedern zu gewährleisten, den Erfahrungsaustausch und Fort- und Weiterbildungen innerhalb des Verbundes sicherzustellen. Die von den RV bestimmten Federführenden sind kompetente Ansprechpartner vor Ort.

Die Säulen unter dem Dach der KMN sind

  • die vom Land geförderte Integrations- und Flüchtlingsberatung,
  • Koordinierungsstellen Migration und Teilhabe,
  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) des Bundes,
  • Jugendmigrationsdienste (JMD) des Bundes,
  • regionale und kommunale Initiativen, Einrichtungen und Projekte im Bereich Migration und Teilhabe,
  • Regionalkoordinatoren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF),
  • Fachkräfte aus der Jugendsozialarbeit,
  • Niedersächsische Projekte an schulischen Standorten,
  • LAG der Freien Wohlfahrtspflege,
  • LAG der Jugendsozialarbeit,
  • LAG der sozialen Brennpunkte,
  • Zusammenschluss freier Träger von Integrationsfachdiensten,
  • Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen/en und Flüchtlinge in Niedersachsen (amfn e.V.) als Dachverband.

Des weiteren sind mit eingebunden z.B. der Landespräventionsrat (LPR), die Landesstelle Jugendschutz, der Landessportbund Niedersachsen (LSB), Ausländerbehörden und Jobcenter, Migrantenorganisationen, Integrationsbeauftragte, Projekte und weitere Netzwerke, Integrationsberater verschiedener Behörden, Jugend- und Sozialämter etc.

Darüber hinaus ist die KMN offen für alle Akteure die im Bereich Migration und Teilhabe auf kommunaler und regionaler Ebene sowie aus Landes-, Bundes- und EU-Programmen tätig werden.

Ziele und Aufgaben

Mit der KMN verfügt Niedersachsen über ein in der Bundesrepublik einmaliges Netzwerk für den Migrations- und Teilhabeprozess für Zugewanderte.

Die KMN trägt wesentlich zur Qualitätsentwicklung und -sicherung der Arbeit im Themenfeld der Migration und Teilhabe in Niedersachsen bei.

Die KMN fördert diesen Prozess insbesondere durch:

  • Unterstützung im individuellen Eingliederungsprozess von Zugewanderten,
  • Unterstützung und Beratung im Rahmen der Flüchtlingssozialarbeit,
  • Beteiligung an Weiterbildungsveranstaltungen zu interkulturellen Themen für Beschäftigte in Verwaltungen und Schulen,
  • Initiativen zur interkulturellen Öffnung,
  • Übernahme von Servicefunktionen für Initiativen zur Vermittlung von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt oder berufliche Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Zusammenarbeit mit den lokalen Vernetzungsstrukturen,
  • Stärkung von Selbstorganisationen der Migrantinnen und Migranten,
  • Förderung und Aktivierung des freiwilligen ehrenamtlichen sowie bürgerschaftlichen Engagements (z.B. Integrationslotsen).

Zentrale Koordinierung

Die Koordinierung der KMN liegt in der Verantwortung der Abteilung Migration und Generationen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.



Kontakt

Jürgen Ruppert
Telefon: 0511 - 120 5971
Fax: 0511 - 120 99 5971
juergen.ruppert@ms.niedersachsen.de

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