Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Gleichberechtigung - eine gesellschaftspolitische Herausforderung ersten Ranges

Es geht voran mit der Gleichberechtigung - aber immer noch zu langsam. Für die Landesregierung bleibt Gleichberechtigung eine politische Herausforderung solange die Chancen zwischen Frauen und Männern ungleich verteilt sind. Benachteiligung soll abgebaut werden.

Bis heute befinden sich wesentlich mehr Männer in den herausgehobenen Positionen der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft, obwohl Frauen ebenso qualifiziert und geeignet sind. Das Ziel ist, Frauen die gleichen Chancen an allen gesellschaftlichen Bereichen des Lebens zu eröffnen.

Eine gesicherte Datenlage kann eine sachlich begründete und zielorientierte Chancengleichheitspolitik erheblich unterstützen. Daher hat Niedersachsen einen "Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen" erstellt. Das darin enthaltene Indikatorensystem basiert auf dem des Bundesgleichstellungsatlasses.

Um Frauen in Niedersachsen bessere Möglichkeiten zur Verwirklichung ihres Grundrechtes auf Gleichberechtigung zu schaffen, hat der Landtag zwei Gesetze verabschiedet: das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG) und das so genannte Frauenbeauftragtengesetz. Außerdem hat sich Niedersachsen zu Gender-Mainstreaming verpflichtet.

Die Arbeit im Erwerbsleben und in der Familie muss gerechter zwischen Frauen und Männern verteilt werden, um tatsächlich Wahlfreiheit zu ermöglichen. Die Arbeitswelt muss familienfreundlich gestaltet werden.

Frauen eine chancengleiche Teilhabe am Erwerbsleben entsprechend ihrer Wünsche und Qualifikationen zu ermöglichen, ist eines der zentralen Handlungsfelder, wenn es darum geht, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern voranzubringen. Vor allem Frauen mit Kindern muss der Zugang zum Beruf, der Verbleib und Aufstieg im Beruf und die Berufsrückkehr nach familienbedingten Unterbrechungsphasen erleichtert werden. Mit einem ganzheitlichen Arbeitsmarktprogramm für Frauen fördert das Land die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Gesundheit und Krankheit sind Spiegel der Lebensweise, der Lebensumstände und der Lebenswelt und sie gehören zu den wenigen Themenfeldern, in denen auch der biologische Unterschied zwischen Männern und Frauen eine Rolle spielt. Deshalb ist es wichtig, geschlechtsspezifische Sichtweisen auszubauen und entsprechende Angebote vorzuhalten.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Dank vieler Maßnahmen ist es gelungen, dass immer mehr Frauen wagen, über diese Gewalt zu sprechen. In Niedersachsen gibt es für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder erleben, ein breites Netz von Beratungsstellen und Frauenhäusern. Ein Schwerpunkt ist die Bekämpfung der häuslichen Gewalt, bei der Polizei, Justiz, Beratungsstellen und Frauenhäuser gemeinsam wirken, um Opfer effektiv zu schützen und zu unterstützen.

Auch in der Integrationspolitik spielt die Stellung der Frauen eine gewichtige Rolle. Die Landeregierung hat in diesem Bereich unterschiedliche Initiativen ergriffen, um beispielsweise dem Problem von Zwangsehen und sog. Ehrenmorden entgegen zu treten.

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