Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Frauenhandel

Der Heirats- und Prostitutionshandel mit ausländischen Frauen ist ein menschenverachtendes Verbrechen, das weiterhin bekämpft werden muss. Frauenhändler nutzen die wirtschaftliche Notlage tausender Frauen und Mädchen aus, um sie unter falschen Versprechungen nach Deutschland zu locken. Oft kommen die Frauen anfänglich freiwillig und erfahren erst hier, womit sie ihr Geld tatsächlich verdienen sollen. Sie wissen nicht, dass sie hier ausgebeutet werden und weitgehend rechtlos sind, insbesondere, wenn sie illegal einreisen.

Die effektive Bekämpfung des Menschenhandels setzt die vertrauensvolle Kooperation der beteiligten Behörden untereinander sowie der Fachberatungsstellen für Menschenhandelsopfer voraus, die aufgrund eines Erlasses geregelt ist. Der wirksame Schutz und die professionelle Betreuung der häufig stark traumatisierten Opfer von Menschenhandel sind Grundvoraussetzung für deren psychosoziale Stabilisierung. Diese ist erforderlich für eine erfolgreiche Durchführung von Strafverfahren, in denen die Zeugenaussagen der betroffenen Frauen vielfach entscheidend sind.


Die zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel, KOBRA in Hannover leistet wertvolle Hilfestellung bei aufenthaltsrechtlichen Fragen und die Vermittlung in Zeugenschutzprogramme. Darüber hinaus gibt es Beratungs- und Schutzeinrichtungen von SOLWODI e. V. Alle Einrichtungen erhalten Landeszuwendungen


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