Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Kinder und Jugendliche vor Passivrauchen schützen

Das Nichtraucherschutzgesetz ist ein Fortschrift für den Gesundheitsschutz in Niedersachsen. Das belegt die breite gesellschaftliche Akzeptanz: Die meisten Menschen befürworten einen wirksamen Schutz vor dem Passivrauchen in öffentlichen Gebäuden und in Gaststätten.

Ein zentraler Punkt ist der konsequente Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gesundheitsgefahren des Rauchens in allgemein zugänglichen Einrichtungen. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen deshalb bereits 2005 in den Schulen ein Rauchverbot eingeführt. Bis dahin war Rauchen in Kindertagesstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungsstätten und in Sporthallen zwar durch Hausordnungen geregelt, aber nicht gesetzlich verboten. Seit dem 1. August 2007 gibt es ein generelles Rauchverbot, das nicht nur geschlossene Räume betrifft. Vielmehr ist das Rauchen in Niedersachsen auch auf den Hof- und Freiflächen und Veranstaltungen von Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verboten.

Regelung für Diskotheken

Die Feinstaubbelastung liegt in Diskotheken um das 20fache über den Grenzwerten, die im Freien gelten, und damit über dem tolerierbaren Bereich. Jugendliche und junge Erwachsene, die das Gemeinschaftserlebnis im Freundeskreis suchen, sind oft darauf angewiesen, diese Orte aufzusuchen, um dabei sein zu können und Spaß zu haben. Deshalb gibt es zum Schutz der jungen Menschen im eigentlichen Diskothekenbereich keine Ausnahme vom Rauchverbot. Auch hier darf nur in abgetrennten Nebenräumen ein Raucherbereich ausgewiesen werden.

Erwachsene haben Vorbildfunktion

Der Schutz vor dem Passivrauchen muss aber bereits zu Hause beginnen! Sicher: Rauchen ist eine persönliche Entscheidung, die dem privaten Lebensbereich vorbehalten bleibt. Aber Eltern und Erwachsene haben hier eine Vorbildfunktion und tragen die Verantwortung dafür, wenn in Gegenwart ihrer Kinder geraucht wird. Rauchen in der Schwangerschaft ist Körperverletzung am ungeborenen Kind.

Bei vielen Menschen hat das Nichtraucherschutzgesetz schon zu einem persönlichen Bewusstseinswandel geführt: Sie sind "rauchfrei" geworden. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass die Zahl jugendlicher Raucherinnen und Raucher in Niedersachsen weiter sinkt. Die Raucherquote ist von 28 Prozent im Jahr 2001auf derzeit 18 Prozent zurückgegangen.

Informationen über Angebote, die beim Ausstieg helfen können, finden Sie unter Drogen&Sucht > Rauchfrei werden oder klicken Sie hier

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