Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

„Zentrale ‚Frühe Hilfen‘“ – Modellprojekt an drei Standorten startet heute

Sozialministerin Cornelia Rundt: Gesundheitshilfe für junge Eltern und Frauen mit Kleinkindern wird ausgebaut


Die Landesregierung baut das Angebot in der Gesundheitshilfe für Familien, insbesondere auch für Schutz suchende Frauen und Kinder, aus. Dazu wurden an den Modellstandorten in den Landkreisen Northeim und Verden sowie der Stadt Wilhelmshaven ‚Zentralen „Frühe Hilfen“‘ errichtet. Die jeweilige Zentrale bündelt vor Ort die Hilfen bei physischen, psychomotorischen und sozialmedizinischen Fragen und Problemen der Frauen, Eltern und Kinder. Die am Modellprojekt beteiligte Kommune stellt die Räumlichkeiten bereit und gewährleistet, dass das Projekt auf Basis einer engen Kooperation von Gesundheits- und Jugendamt umgesetzt werden kann.

Die neu eingerichteten Zentralen koordinieren die erforderlichen Hilfen für Familien und Mütter mit Kleinkindern. Einfache Behandlungen werden direkt vom Fachpersonal ausgeführt. „Wir wollen erreichen, dass sich die mit Familienhebammen bzw. Fachkräften Früher Hilfen besetzten Zentralen vor Ort zur Anlaufstelle für alle Familien und Mütter mit Kleinkindern sowie für Schwangere entwickeln“, sagt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt.

Das Konzept wird an drei Standorten in Niedersachsen in einem Zeitraum von drei Jahren modellhaft erprobt. Die Landkreise Northeim und Verden sind zum 1. Oktober 2016 gestartet, die Stadt Wilhelmshaven folgt am 1. Dezember 2016 mit dem Aufbau der Zentrale Frühe Hilfen. Insgesamt fördert das Land das Modellprojekt mit 470.000 Euro. Das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH an der Universität Hannover ist mit der Evaluation des Vorhabens beauftragt und wird die Umsetzung von Beginn an begleiten.

„Ich freue mich, dass der Landkreis Northeim den Zuschlag für das Modellprojekt erhalten hat. Wir werden in Bad Gandersheim eine solche Zentrale etablieren“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Es habe sich gezeigt, dass die Angebote der Frühen Hilfen ein optimaler Ansatz sind, um wichtige Fragen, auch psychosozialer Art, anzusprechen und einer Lösung näher zu bringen. Einen Fokus will der Landkreis Northeim nach eigenem Bekunden auch auf die Betreuung und Begleitung von Flüchtlingsfamilien legen.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der WiKi gGmbH das Projekt Zentrale Frühe Hilfen in den nächsten drei Jahren umsetzen zu können. Durch das neue Angebot sind die Fachkräfte Frühe Hilfen ‎(Familienhebammen) werktäglich im Elke-Walter-Haus zu erreichen. Damit ist die niedrigschwellige Erreichbarkeit für Eltern und kleine Kinder ideal gegeben. Mit dem Projekt ‎wird das bisherige Angebot in Wilhelmshaven verbessert und noch weiter ausgebaut“, unterstreicht Oberbürgermeister Andreas Wagner.

„Unser Angebot von Sprechstunden und der aufsuchenden Arbeit durch die Fachkräfte „Frühe Hilfen“ soll den Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratungsthemen rund um das Kleinkind und für eine gesundheitliche Begleitung bieten“, ergänzt Gabriele Kruse, Leiterin der Fachstelle „Frühen Hilfen“ beim Landkreis Verden.

Eng eingebunden in das Modellprojekt ist auch die Stiftung „Eine Chance für Kinder“, die sich seit nunmehr 15 Jahren für den Einsatz von Familienhebammen und Fachkräften Früher Hilfen in Niedersachsen engagiert. Dieser Hilfeansatz hat bundesweit Anerkennung gefunden und ist im Bundeskinderschutzgesetz im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen verankert worden.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

01.12.2016

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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