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Eichenprozessionsspinner (EPS)“

Rede der Niedersächsischen Sozialministerin Dr. Carola Reimann


Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 19.11.2019, TOP 14


– Es gilt das gesprochene Wort –

„Der Eichenprozessionsspinner (kurz EPS) ist ein Schmetterling, der seit ca. 1993 in Europa und Deutschland auf dem Vormarsch ist.

Die Brennhaare der Raupen können Juckreiz und Atembeschwerden auslösen und stellen daher eine Gefahr für die Gesundheit dar. Auch lange nach dem Befall des Baumes können noch Haare aus den Nestern fallen und die Symptome bei den Betroffenen auslösen.

In Niedersachsen gibt es drei regionale Verbreitungsschwerpunkte:

- das westliche Emsland,

- den Landkreis Osnabrück

- und im Osten des Landes u. a. in den Landkreisen Uelzen, Lüchow-Dannenberg und Gifhorn.

Wir müssen die Verbreitung des EPS sehr ernst nehmen – und das tun wir als Landesregierung. Aber es handelt sich dabei um kein landesweites, flächendeckendes Problem. Und das wollen wir auch verhindern und den Eichenprozessionsspinner weiter eindämmen.

Im Wald schädigen die Raupen des EPS die befallenen Bäume so stark, dass diese absterben können. Hier müssen als Ultima Ratio zur Rettung der Eichen Pflanzenschutzmittel mit Luftfahrzeugen ausgebracht werden. In den Städten ist zum Schutz der Gesundheit der Einsatz von Bioziden möglich. Hier muss man aber die Auswirkung auf den Menschen beachten. Deshalb kann das Absaugen eine mildere Alternative sein.

Das Sozialministerium hat sich der Thematik EPS bereits im Jahr 2012 angenommen.

Im Jahr 2013 haben wir dann eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, in der auch die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände vertreten war.

Im Ergebnis haben wir den Kommunen erstmals für die „Saison“ 2014 eine Handreichung zur Bekämpfung des EPS zur Verfügung gestellt, die seitdem laufend aktualisiert wird. Zuständig für die Bekämpfung des EPS sind die Gemeinden, die dabei von den Landkreisen unterstützt werden. Die Kommunen können die Lage vor Ort sehr gut einschätzen und dann auch die geeignete Bekämpfungsmaßnahme wählen. Deshalb ist die Aufgabe bei ihnen richtig aufgehoben. Das Land berät zu Fach- und Rechtsfragen.

Ich danke Ihnen für die ausführlichen Beratungen zu diesem wichtigen Thema im Fachausschuss. Es ist mir ein Anliegen, dass wir gemeinsam die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners weiter aufmerksam beobachten und lokal gegen diese vorgehen.

Das Land wird seine Aufgabe dabei – wie beschrieben – weiter erfüllen.“

19.11.19


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Ansprechpartner/in:
Oliver Grimm

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