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Chancen der Corona-Krise nutzen – jetzt Geschlechtergerechtigkeit umsetzen: Konferenz der Länder (GFMK) verabschiedet Entschließung

Gleichstellungsministerin Carola Reimann: Die Corona-Krise verdeutlicht die gleichstellungspolitischen Handlungsbedarfe – nun gilt es aktiv zu werden


Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und
-senatoren der Länder haben mit ihrer heutigen Entschließung dazu aufgerufen, die Corona-Krise als Chance für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu nutzen. „Die Corona-Krise stellt insbesondere Frauen vor besondere Herausforderungen: Viele waren extrem gefordert – und auch gefährdet –, weil sie in unverzichtbaren Berufszweigen arbeiten. Und (mehrheitlich) Frauen haben aufgrund der Schließung von Betreuungseinrichtungen und Schulen neben ihrer Erwerbsarbeit die ebenso notwendigen Care-Aufgaben geschultert. Das sollte auch entsprechend honoriert werden. Die nötige Wertschätzung und das Konjunkturpaket müssen auch bei den Frauen ankommen. Dafür ist es dringend notwendig, dass Entscheidungs- und Beratungsgremien auf allen Ebenen paritätisch besetzt sind“, fordert Niedersachsens Gleichstellungs- und Frauenministerin Carola Reimann.

Konkret bitten die Konferenzmitglieder den Bund, dafür zu sorgen, mit den Konjunkturprogrammen der Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und der ungleichen Verteilung der Sorge-Arbeit entgegen zu wirken. Ressourcen wie Macht, Geld, Zeit und Wissen müssen Frauen und Männern gleichberechtigt zur Verfügung stehen.

Die Mitglieder sehen Bedarf zur Aufwertung der Care-Berufe, insbesondere bei der besseren Vergütung von Pflegekräften. Sie appellieren an die Sozialpartner, für angemessene tarifliche Arbeits- und Entgeltbedingungen in der Alten- und Krankenpflege zu sorgen.

Die GFMK erachtet es außerdem als notwendig, Gewaltschutzeinrichtungen dauerhaft verlässlich finanziell und vor allem krisenfest aufzustellen. Ministerin Reimann positioniert sich hier eindeutig: „Ich setze mich für einen bundesgesetzlichen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe bei Gewalt für die Betroffenen ein. Nur das garantiert allen Betroffenen Schutz, egal in welcher Kommune oder Bundesland sie leben.“


Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen
Artikel-Informationen

25.06.2020

Ansprechpartner/in:
Stefanie Geisler

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