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Besondere Förderprogramme für Frauen im Erwerbsleben zeigen Wirkung

EU-Tagung - Gute Arbeit für Frauen ist das Ziel


„Frauenförderung kann nur gelingen, wenn sich alle, und damit meine ich auch alle Ministerien, alle Kommunen, alle Einrichtungen und Verbände und natürlich alle Unternehmen dafür einsetzen, dass Frauen gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben“, erklärte der Staatssekretär des Niedersächsischen Sozialministeriums, Jörg Röhmann, heute in Hannover. Gemeinsam mit Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der NBank, und der Vorsitzenden des Landesfrauenrats, Mechthild Schramme-Haack, hatte er die Tagung „Gute Arbeit für Frauen: EU-Strukturfondsförderung in Niedersachsen“ eröffnet.

„Nach wie vor ist der Frauenanteil an Ämtern und Mandaten, in Beschäftigung und Führung deutlich geringer als bei Männern“, erklärte Röhmann in seiner Begrüßungsrede: „Frauen sind im Schnitt länger arbeitslos als Männer, frauendominierte Berufe werden schlechter bezahlt und auch in diesem Jahr werden Frauen erst am 21. März den Durchschnittsverdienst der Männer im Vorjahr erreichen, am sogenannten Equal-pay-day.“ Röhmann zeigte sich zuversichtlich, dass von dem nun endlich auf den Weg gebrachten gesetzlichen Mindestlohn vor allem Frauen profitieren werden, da gerade sie im Niedriglohnsektor überproportional vertreten sind.

Vor 170 Vertreterinnen und Vertretern von Bildungsträgern und Kommunen, aus Arbeitsverwaltung, Kammern und Frauenverbänden hob Röhmann im Stadtteilzentrum Krokus mit Blick auf die jetzt auslaufende aktuelle EU-Strukturfonds-Förderperiode die Vielfalt der vom Sozialministerium unterstützten Projekte hervor. Von 2007-2013 sind mit

42 Mio. € EU-Mitteln und Landesmitteln von rund 14 Mio. € über 250 hochwertige Projekte auf den Weg gebracht worden. Davon profitierten insbesondere Frauen in Niedersachsen, die aufgrund ihrer Lebenssituation Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Gerade Alleinerziehende, Migrantinnen und Berufsrückkehrerinnen konnten sich mit den auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Projekten erfolgreich qualifizieren oder gründeten sogar ihr eigenes Unternehmen.

Während sich die inzwischen 23 Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft schon lange um eine gute Verbindung zwischen Berufsrückkehrerinnen und regionalen Unternehmen verdient machen, haben in dieser Förderperiode erstmals Frauen auch an einer Hochschule (HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen) ihre Qualifikationen in Naturwissenschaft und Technik für den beruflichen Wiedereinstieg aktualisieren können.

Aber auch gute Rahmenbedingungen für den Aufstieg von beschäftigten Frauen sind unverändert notwendig. In Salzgitter hat sich dazu beispielsweise mit dem Projekt ChefinnenSZ eine ganze Stadt auf den Weg gemacht.

In der Landeshauptstadt bietet „Starke Frauen - Wachsende Unternehmen“ weiblichem Führungskräftenachwuchs das Handwerkszeug für gute Führung an und fördert damit gleichzeitig wichtige Netzwerke unter Gleichgesinnten.

Vernetzung ist auch das zentrale Thema der Good-Practice-Veranstaltung:

Gerade weil es zukünftig in Niedersachsen weniger EU-Mittel gäbe, so Staatssekretär Röhmann, müsse man in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten. Kooperation statt Wettbewerb, lautet sein Credo. Röhmann: „Meine Vision ist es - und die EU ist da meine beste Verbündete -, dass wir in der neuen Förderperiode mit weniger Geld mehr Chancengleichheit für Frauen in Niedersachsen herstellen können.“ In der Diskussion ging es bei der EU-Tagung besonders auch darum, welche Maßnahmen besonders zukunftsweisend und damit in der neuen Förderperiode verstärkt zu unterstützen sind.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.01.2014

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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