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Förderung

Förderprogramme des Landes Niedersachsen zur Verbesserung der Migration und Teilhabe für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Das Land Niedersachsen fördert und unterstützt vielfältige Beratungsangebote und Projekte im Bereich der Migration und Teilhabe. Die Förderungen erfolgen aufgrund von Richtlinien, für deren Durchführung das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jungend und Familie in Oldenburg zuständig ist. Nähere Informationen dazu finden sie hier.

Daneben finden finanzielle Förderungen von Programmen oder Projekten zur Unterstützung der Migration und Teilhabe auf verschiedenen Ebenen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure statt. Hier werden einige weitere wichtige Förderprogramme und -richtlinien auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt:


Asyl,- Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)


Mit Beginn der neuen Förderperiode der Europäischen Union (EU) zum 1. Januar 2014 wurden die vorherigen Förderfonds „Europäischer Fonds für Integration" (EIF), „Europäischer Flüchtlingsfonds" (EFF) und „Europäischer Rückkehrfonds" (RF) im Asyl,- Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) neu zusammengefasst. . Der neue Fonds umfasst die Förderperiode 2014 bis 2020 und deckt mit seinen Schwerpunkten "Gemeinsames Europäisches Asylsystem", "Integration von Drittstaatsangehörigen und legale Migration" sowie "Rückkehr" im Wesentlichen die Bereiche ab, die bisher durch den EIF, EFF und RF gefördert wurden. Als Zuwendungsempfänger kommen juristische Personen des internationalen, öffentlichen oder privaten Rechts in. Frage.

Der überwiegende Teil der Mittel für die Säule Asyl soll in die Aufnahme fließen. Neben der Verbesserung der Beratung und Erstorientierung steht die Identifizierung und Betreuung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge im Fokus. Die Schwerpunkte der Säule Integration liegen im Bereich der Vorintegration, der Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte am ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Leben sowie der Verbesserung des Integrationsmanagements. Im Fokus der Säule Rückkehr steht weiterhin die freiwillige Rückkehr und stärker als bisher die Reintegration im Herkunftsland.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert im Rahmen dieser Zielsetzungen ein- oder mehrjährige Projekte. Eine Ausschreibung wird jährlich auf den Seiten des BAMF erfolgen, auf welchen auch weiterführende Informationen vermerkt sind.

Falls Sie einen Antrag auf Förderung aus dem AMIF stellen wollen, ist vorab eine Registrierung auf dem Registrierungsportal des BAMF notwendig. Die Registrierung ist zwingende Voraussetzung für die spätere Antragstellung und erfolgt ausschließlich auf elektronischem Weg. Zum Registrierungsportal kommen Sie über die Seiten des BAMF oder hier.

Mehr Informationen zum AMIF finden sie hier.


Europäische Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF) unterstützen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 weiterhin durch einem Wettbewerb der Ideen und Konzepte insbesondere Projekte, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum in Niedersachsen beitragen. Entscheidendes Kriterium bei der Förderung ist, dass die Mittel nicht nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt werden, sondern nach rein qualitativen Aspekten. Für die Beratung sowie Entscheidung über Förderanträge sowohl im EFRE als auch im ESF ist die Niedersächsische Investitions- und Förderbank (NBank) zuständig.

Informationen zu den jeweiligen Förderprogrammen finden Sie hier. Bei Fragen zu den Förderprogrammen sowie zum Antrags- und Genehmigungsverfahren steht Ihnen die NBank unter der Infoline 0511/300 31 333 oder auch per E-Mail unter beratung@nbank.de zur Verfügung.


Weitere Informationen:

NBank

Niedersächsische Landestreuhandstelle


Familien in Niedersachsen

Eltern und Kinder benötigen eine familienfreundliche Infrastruktur für ihren Alltag. Im Mittelpunkt stehen hochwertige, verlässliche Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsangebote. Diese fördern die Entwicklung der Kinder, und sie ermöglichen Müttern und Vätern, eine Berufstätigkeit auszuüben. In dem Internetportal finden Sie wichtige Fakten und Informationen für Familien in Niedersachsen.


Förderung gemeinwesenorientierter Projekte

Das BAMF fördert gemeinwesenorientierte Projekte zur sozialen und gesellschaftlichen Integration vor Ort. Mehr Informationen finden Sie hier.

Förderung von Projekten zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert ergänzend zu den gesetzlichen Integrationsangeboten (Integrationskurse, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, Jugendmigrationsdienste) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von erwachsenen und jugendlichen Zuwanderinnen und Zuwanderern mit dauerhafter Bleibeperspektive. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) arbeitet auf dem Gebiet der gemeinwesenorientierten Projekte. In diesem Verband arbeiten Menschen, die in ehren- und hauptamtlicher Tätigkeit bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitwirken. Ein weites Tätigkeitsfeld ist die Gruppe der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Denen widmet sich die Arbeiterwohlfahrt mit einem differenzierten und umfangreichen Beratungsangebot. Mehr Informationen finden Sie hier.


Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt

Die Landesregierung fördert über die FIFA-Richtlinie die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt. Eine Zielgruppe der Richtlinie, insbesondere im Förderschwerpunkt "Verbesserung der beruflichen und sozialen Eingliederung" sind Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. Bei den geförderten Projekten gibt es sowohl offene Maßnahmen als auch Qualifikationen, die sich ausschließlich an Frauen mit Zuwanderungsgeschichte richten. Alle Projektträger sind verpflichtet, bei fehlenden oder unzureichenden Deutschkenntnissen Förderunterricht anzubieten.
Die FIFA-Richtlinie finden Sie hier ReadSpeaker .
Mehr Informationen bekommen Sie hier.

Darüber hinaus können sich Frauen mit Zuwanderungsgeschichte mit Arbeitsmarktproblemen, insbesondere wenn sie Berufsrückkehrerinnen sind oder sich in Elternzeit befinden, bei der regionalen Koordinierungsstelle "Frau und Wirtschaft" beraten lassen. Die Informationen zu den 21 Koordinierungsstellen zur beruflichen und betrieblichen Förderung von Frauen in Niedersachsen finden Sie hier.


N-Bank

Auskunft über Projekte kann die Bewilligungsstelle (NBank) geben. Dort sind auch sogenannte "Produktinformationen" zu den Förderprogrammen erhältlich. Außerdem gibt es sehr viele Informationen im Bereich Förderungen für Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen. Mehr Informationen dazu bekommen Sie hier.


Soziale Programme

Weitere soziale Programme können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einsehen. Mehr Informationen finden Sie hier.


Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - soziale Stadt

Mit dem Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" unterstützt der Bund seit 1999 die städtebauliche Aufwertung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen. Das Programm widmet sich einer komplexen Aufgabe. Es verknüpft bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil.

Das Programm "Soziale Stadt" ist zum Programmjahr 2012 weiter entwickelt worden (neuer Titel "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier"). Im Vordergrund stehen weiterhin städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens. Es ist vorrangiges Ziel, in den betreffenden Quartieren den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Die Kommunen werden deshalb unterstützt, auf mehr Generationengerechtigkeit sowie familienfreundliche, altersgerechte und die Willkommenskultur stärkende Infrastrukturen hinzuwirken.

Der Bund stellte 2013 Finanzhilfen in Höhe von 40 Mio. Euro bereit, die in der Regel zu gleichen Teilen von Ländern und Kommunen ergänzt werden

Weitere Informationen finden Sie hier.


Stiftungen

Stiftungen fördern eine Vielzahl von Projekten. Insbesondere Bildungsprojekte finden hierbei Anwendung. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat eine Suchmaschine ins Netz gestellt. Die Stiftungssuche umfasst Stiftungen mit eigener Internetanschrift, die in Deutschland tätig sind und in den unten genannten Aufgabenbereichen Mittel bereitstellen. Mehr Infos zu den verschiedenen Stiftungen und Förderungen finden Sie hier.

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung hat in Kooperation mit dem Niedersächsischen Sozialministerium den Wegweiser Stiftungen und Integration in Niedersachsen erstellt, in dem Stiftungen aufgeführt sind, zu deren Stiftungszweck auch die Förderung der Migration und Teilhabe zählt. Diese Publikation soll in Niedersachsen dabei helfen, die Kontakte zwischen Projektträgern und den Stiftungen, die die Migration und Teilhabe fördern, zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.


Verbundprojekte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert im Rahmen von Verbundprojekten den Integrationskurs.

Finanzierungsmöglichkeiten für ergänzende Maßnahmen der Integrationskurse ergeben sich aus den jeweiligen Zuständigkeiten in Abhängigkeit von der Art der Maßnahme. Mehr Informationen finden Sie hier.

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