Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Frauen und Migration

Durch Migration und Flucht spielen interkulturelle Beziehungen auch in Niedersachsen eine immer bedeutendere Rolle.

Von den rd. 4 Mio. in Niedersachsen lebenden Frauen haben ca. 698.000 Frauen einen Migrationshintergrund. Waren in den letzten Jahrzehnten insbesondere die Russische Föderation, die Türkei, Polen, die Niederlande, Serbien und Montenegro, die wichtigsten Herkunftsländer, ist seit 2015 die Zuwanderung geprägt von Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Afghanistan.

Die Heterogenität der Gruppen und die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern stellen uns vor enorme Herausforderungen.

Den Migrantinnen in Niedersachsen soll eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden. Dies kann nur gelingen, wenn die Aufnahmegesellschaft der Rolle von Frauen im Integrationsprozess besondere Aufmerksamkeit schenkt.

  • Das Landesprogramm "Migrantinnen in Niedersachsen - Integration gestalten" - wird mit Hilfe der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten durchgeführt. Auf lokaler Ebene sollen Lösungswege aufgezeigt, auf gute Beispiele aufmerksam gemacht und Impulse für ein gelungenes Miteinander gegeben werden.
  • Wer Fragen zu dem Themenfeld Gleichberechtigung und Migration hat, kann sich seit Januar 2017 an die vom Niedersächsischen Sozialministerium eingerichtete „Bildungs- und Beratungsstelle G mit Niedersachsen" wenden.
    Die Beratungskräfte helfen unter der kostenlosen Hotline 0800/1424345 direkt weiter oder verweisen an spezifische kompetente Ansprechpersonen.
  • Seit 2012 werden PC-Kurse für Migrantinnen von Kargah e. V., der Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit aus Hannover (www.kargah.de) angeboten. Ziel ist die Erweiterung oder Verfestigung der persönlichen (IT)-Kompetenzen um besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
  • Das Handlungskonzept „Zwangsheirat ächten - Zwangsehen verhindern" der Niedersächsischen Landesregierung sieht eine Reihe von niedrigschwelligen Angeboten für Betroffene und präventiven Maßnahmen gegen Zwangsheirat vor.

Als Kern der Maßnahmen steht in Niedersachsen das Krisentelefon gegen Zwangsheirat (kostenlose Telefonnummer 0800-0667888 und per E-Mail) als landesweite Anlaufstelle für Betroffene und Dritte zur Verfügung.

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