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Das Elterngeld

Das Elterngeld ist eine Familienleistung für Eltern innerhalb der ersten Entwicklungsphase ihres Kindes. Die Leistung orientiert sich am individuellen Einkommen vor der Geburt des Kindes. Mit finanzieller Unterstützung des Staates können sich Mütter und Väter dadurch mehr Zeit für ihre Familie nehmen.

Elterngeld beantragen Sie in Niedersachsen ausschließlich bei den kommunalen Elterngeldstellen. Die Elterngeldstelle wird Sie beraten und Ihnen alle von Ihnen benötigten Formulare zur Verfügung stellen. Eine verwaltungsmäßige Bearbeitung von Elterngeldanträgen und die Beratung dazu fällt daher nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Das Antragsformular in Papierformat erhalten Sie ausschließlich bei Ihrer örtlich zuständigen Elterngeldstelle. Alternativ können Sie einen interaktiven Antragsvordruck auf der Homepage des hiesigen Ministeriums aufrufen.

Örtlich zuständig ist in der Regel die Elterngeldstelle der Stadt bzw. des Landkreises Ihres Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltes.

In Fällen der Entsendung, Abordnung, Versetzung oder Abkommandierung ohne Wohnsitz in Deutschland richtet sich die Zuständigkeit nach Ihrem letzten Wohnsitz in Deutschland oder dem Sitz der entsendenden Stelle.

Den Antrag erhalten Sie bei Ihrer Elterngeldstelle oder er steht Ihnen zusätzlich mit weiteren Informationen auf dieser Seite zum Download bereit.

Elterngeld gibt es in drei Varianten:

  • Basiselterngeld
  • ElterngeldPlus
  • Partnerschaftsbonus in Form von ElterngeldPlus

Eltern können zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus wählen. Diese Varianten können Sie auch miteinander kombinieren.

Basiselterngeld kann in der Zeit ab Geburt bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats bezogen werden. Ein Elternteil kann mindestens für zwei Monate (Mindestbezugszeit) und höchstens für zwölf Monate Basiselterngeld in Anspruch nehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der andere Elternteil für zwei weitere Monate Basiselterngeld beziehen.

Statt für einen Monat Basiselterngeld kann jeweils für zwei Monate ElterngeldPlus bezogen werden. Der maximale Bezugszeitraum für beide Elternteile zusammen umfasst 28 Monate.

Eltern, die gleichzeitig in vier aufeinanderfolgenden Lebensmonate mindestens 25 und höchstens 30 Wochenstunden im Durchschnitt des jeweiligen Lebensmonats erwerbstätig sind, erhalten vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate (Partnerschaftsbonus). Alleinerziehende können ebenfalls vier weitere Monate ElterngeldPlus als Bonusmonate erhalten.

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am Durchschnittseinkommen vor der Geburt und beträgt monatlich mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro. Sie können die Höhe Ihres Elterngeldes mit dem Elterngeldrechner Plus mit Planer individuell berechnen.

Das Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe j EStG dem Progressionsvorbehalt.

Anspruchsberechtigt sind:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Selbstständige
  • Studierende und Auszubildende
  • Beamtinnen und Beamte
  • Erwerbslose
  • unter bestimmten Voraussetzungen Verwandte bis zum 3. Grad und Adoptiveltern

Anspruch auf Elterngeld hat, wer:

  • einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat
  • mit seinem Kind in einem Haushalt lebt
  • dieses Kind selbst betreut und erzieht
  • keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausübt

Das Elterngeld beantragen Sie schriftlich bei der zuständigen Elterngeldstelle. Bitte beachten Sie, dass das Elterngeld rückwirkend nur für die letzten drei Lebensmonate vor der Antragstellung geleistet wird.


Hinweis!

Gesetzliche Maßnahmen vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie im BEEG:

In der jüngsten Vergangenheit hat die Dynamik des Infektionsgeschehens des COVID-19 Virus die Lebens- und Arbeitssituation für alle Menschen verändert. Von den Auswirkungen betroffen sind auch Eltern, die sich derzeit im Elterngeldbezug befinden oder aber in der näheren Zukunft Elterngeld in Anspruch nehmen möchten.

Damit werdende und junge Eltern, die aufgrund der Corona-Pandemie Verdienstausfälle haben oder die Voraussetzungen für den Bezug des Elterngeldes nicht mehr einhalten können, keine Nachteile haben, wurden bestimmte Regelungen zum Elterngeld vorübergehend geändert.

Um die wirtschaftliche Stabilität von Familien in der COVID-19-Pandemie zu gewährleisten, wurden ausschließlich die Sonderregelungen im Elterngeld bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, die Einkommensverluste durch die COVID-19-Pandemie ausgleichen sollten:

  • Während des Bezugs von Elterngeld reduzieren vom 01. März 2020 bis 31. Dezember 2021 Einkommensersatzleistungen, wie beispielsweise Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I, die Eltern aufgrund der COVID-19-Pandemie erhalten, die Höhe des Elterngelds nicht. Um Nachteile bei der späteren Elterngeldberechnung auszugleichen, können werdende Eltern diese Monate auch von der Elterngeldberechnung ausnehmen.

  • Bis zum 31. Dezember entfällt der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit der Eltern fördert, nicht, wenn Eltern aufgrund der COVID-19-Pandemie mehr oder weniger arbeiteten als geplant. Es gelten die Angaben bei Antragstellung.

Nicht verlängert worden ist die folgende Sonderregelung:

  • Eltern, die in systemrelevanten Branchen und Berufen arbeiten und denen es nicht möglich, ihre Elterngeldmonate zwischen dem 1. März und 31. Dezember 2020 zu nehmen, konnten bis zum 31. Dezember 2020 ihre Elterngeldmonate verschieben. Sie konnten diese auch nach dem 14. Lebensmonat ihres Kindes nehmen, spätestens zum Juni 2021. Die später genommenen Monate verringern bei einem weiteren Kind nicht die Höhe des Elterngeldes. Die verschobenen Elterngeldmonate müssen spätestens bis zum 30. Juni 2021 angetreten werden.

Für weitere Auskünfte darüber, ob Sie von diesen Möglichkeiten der vorübergehenden gesetzlichen Änderungen im Elterngeld Gebrauch machen können, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre örtlich zuständige Elterngeldstelle. Diese wird Sie gern persönlich beraten und entsprechende Antragsformulare für Sie bereithalten.

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