Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

Der Juliane Bartel Medienpreis 2026

Gleichstellung Sehen oder Hören – linear und online


#julianebartelmedienpreis

Die Nominierten stehen fest!

Die Vorjury hat aus den vielen guten Beiträgen die Nominierten ausgewählt.


NOMINIERTE BEITRÄGE 2026 Shorts


@mädelsabende – Feminismus = unnötig?

Instagram-Reel, 0’31, WDR / Funk

Autorinnen: Delia Kornelsen und Melissa Leonhardt

In beeindruckender Kürze fliegen einem in diesem Reel die angeblichen Gründe um die Ohren, warum wir Feminismus eigentlich gar nicht brauchen. Oder etwa doch? Immerhin sind es nur Frauen, die auf dem Nachhauseweg einen Freund am Telefon erfinden, die nur im Hellen joggen gehen oder deren Einwegrasierer teurer sind und die noch immer mehr Care-Arbeit machen und weniger verdienen. Dieses Reel lässt nichts aus – und das in nur 30 Sekunden!

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HeRoes – gegen Gewalt und toxische Männlichkeit (internat. Orange Day)

Reportage, 6’30, 3Sat

Der nominierte Beitrag beginnt ab Minute 07:38

Autorin: Tania De Marco-Chapuis

HeRoes – sie sind wahre Helden des Alltags und dieser Beitrag bietet ihnen eine Bühne. Es handelt sich bei HeRoes um eine Initiative für Gewaltprävention. Die Initiative engagiert sich für Gewaltprävention und arbeitet direkt an Schulen mit Jugendlichen. In Workshops werden typische Situationen beleuchtet, in denen Konflikte unter jungen Männern häufig eskalieren. In szenisch nachgestellten Situationen werden alternative Handlungsmöglichkeiten ausprobiert und zugleich gesellschaftliche und kulturelle Prägungen von Männlichkeit hinterfragt. So gelingt es den Workshopleitern, aber auch der Autorin dieses Beitrags, ein komplexes Thema sensibel und ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln und einen Raum für echtes Umdenken zu öffnen.

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Familienrecht und häusliche Gewalt: Kein Schutz für Frauen

Reportage, 05’05, NDR

Autorin: Christina Harland-Lange, Josephine Lütke

Mit großer Sensibilität behandelt die Reportage das Thema der häuslichen Gewalt. Die Zahl der registrierten Fälle in Niedersachsen erreichte 2024 mit rund 28.000 einen neuen Höchststand. Etwa 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Der Beitrag macht besonders eindrücklich deutlich, dass für manche Frauen die Belastung nach einer Trennung im Zusammenhang mit Sorgerechtsverfahren bestehen bleibt. Als Beispiel wird ein Fall genannt, in dem das Oberlandesgericht Celle trotz anerkannter früherer Gewalt des Vaters gegen die Mutter ein Wechselmodell anordnete und den regelmäßigen Kontakt des Kindes zu beiden Eltern als wichtig für dessen Entwicklung bewertete. Die betroffene Mutter empfand diese Entscheidung als unzureichenden Schutz, weshalb es umso wichtiger ist, ihr in einer Reportage wie dieser eine Stimme zu geben.

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Münsteranerin mit ungewöhnlicher Aktion zum Equal Pay Day

Reportage, 02’30, WDR

Der nominierte Beitrag beginnt ab Minute 12:51

Autorin: Julia Wulf

Mit einer humorvollen und vor allem überraschenden Kunstaktion macht Laura Karisch zum Equal Pay Day auf die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Dafür befestigt sie Babypuppen an männlichen Statuen im öffentlichen Raum und stellt damit alles auf den Kopf. Sie lädt auch andere Menschen dazu ein, sich an der Aktion zu beteiligen und selbst Statuen mit Babys auszustatten, um die Diskussion über Rollenbilder anzustoßen und Männer so symbolisch als fürsorgende Personen sichtbar zu machen. Die Aktion und auch diese kurzweilige Reportage zeigen, dass Kinderbetreuung und Sorgearbeit nicht selbstverständlich Aufgabe von Frauen sein sollten, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung sind.

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Lise Meitner und die Entdeckung der Kernspaltung

Instagram-Reel, 01’54, rbb24

Autorinnen und Autoren: Oliver Noffke, Maximilian Horn, Kira Pieper und Mara Nolte

In einer kurzen, prägnanten Animation macht der Beitrag die Geschichte einer außergewöhnlichen Wissenschaftlerin zugänglich: Lise Meitner wird als Pionierin sichtbar, deren Weg zur ersten Physikprofessorin Deutschlands keineswegs selbstverständlich war. Auf vielen Umwegen wurde sie vor gut 100 Jahren die erste Physikprofessorin Deutschlands. Sie hat nachweislich die Kernspaltung entdeckt, doch den Nobelpreis für diese Errungenschaft erhält damals ihr Kollege Otto Hahn. Besonders gelungen ist die kompakte Vermittlung komplexer Wissenschaftsgeschichte in einem Format, das zugleich informativ und visuell ansprechend ist – und dabei die Frage nach Anerkennung und Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft miterzählt.

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NOMINIERTE BEITRÄGE 2026 DOKU AUDIO


Gender und Race in der Medizin – Weiße Männer klar im Vorteil

Dokumentation, 47’19, WDR 5

Autorin: Sarah Mahlberg

Mit großer Sensibilität und anhand eindrücklicher persönlicher Beispiele macht die Audiodokumentation sichtbar, wie sehr medizinische Versorgung noch immer vom einseitigen Standard des „weißen Mannes“ geprägt ist. Die Geschichten einer jungen Frau mit Thrombose, einer Endometriose-Patientin und einer nichtbinären Person zeigen, wie Geschlecht, Hautfarbe oder Identität zu Fehldiagnosen, verspäteten Behandlungen und schlechterer Versorgung führen können. Um die strukturellen Ursachen dieser Ungleichheiten zu beleuchten, kommen Fachleute aus der Forschung und dem Gesundheitswesen zu Wort, die sich für eine geschlechter- und diversitätssensible Medizin einsetzen. Die Dokumentation macht deutlich, dass medizinische Versorgung gerechter und individueller werden muss, um allen Patientinnen und Patienten gleichermaßen entgegenkommen zu können.

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Reclaim: Tic Tac Toe (Folge 1 "Made in Germany" & Folge 4 "Ist der Ruf erst ruiniert…")

Podcast, 46’, 50’, ARD

Autorinnen: Meret Reh, Aylin Doğan und Lilian Landesvatter

Der vierteilige Podcast zeichnet die Geschichte von Tic Tac Toe, der ersten großen deutschen Girlband, auf gelungene Weise neu nach und beleuchtet ihren rasanten Aufstieg, ihre musikalische Bedeutung und den enormen Erfolgsdruck, dem Lee, Jazzy und Ricky ausgesetzt waren. Dabei zeigt er, wie Sexismus, Rassismus, Boulevardjournalismus und die fehlende Sensibilität für psychische Belastungen in den 1990er-Jahren das Leben der drei Frauen prägten und schließlich zur öffentlich ausgetragenen Trennung der Band beitrugen. Gleichzeitig hinterfragt der Podcast das bis heute vorherrschende Bild der legendären Pressekonferenz und rückt die Perspektive der Bandmitglieder in den Mittelpunkt. In der vierten Folge beleuchtet er das Vermächtnis von Tic Tac Toe und macht deutlich, welchen Einfluss die Gruppe auf nachfolgende Künstlerinnen und die deutschsprachige Pop- und Rapmusik hatte.

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Ein Zimmer für uns allein: Drei Frauen in der Politik. Über Sexismus und Anfeindungen

Podcast, 41’, Bayern 2

Autorinnen: Paula Lochte und Caroline Hofmann

Mit bemerkenswertem Feingefühl bringt dieser Podcast drei Frauen aus unterschiedlichen politischen Generationen zusammen, um offen über ihre persönlichen Erfahrungen zu sprechen. Ricarda Lang, Derya Türk-Nachbaur und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger berichten von Sexismus, Vorurteilen und persönlichen Anfeindungen – besonders in den sozialen Medien, aber auch im politischen Alltag. Über parteipolitische Grenzen und Generationen hinweg verbinden sie diese Erlebnisse und ihr entschlossenes Vorgehen gegen Hass und Diskriminierung. Der Podcast schafft damit einen persönlichen und differenzierten Zugang zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema und setzt ein starkes Zeichen für Solidarität, Respekt und gegenseitige Unterstützung.

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Im Grenzland – Frauen in Estland bereiten sich auf den Ernstfall vor

Feature, 53’13, SWR Kultur, Deutschlandfunk und Radio Bremen

Autorin: Juli Schulz

Das Feature eröffnet einen ungewöhnlichen und persönlichen Blick auf die Frage, wie sich Menschen auf eine mögliche Krise vorbereiten. Im Mittelpunkt stehen Frauen der estnischen Organisation Naiskodukaitse, einer Fraueneinheit des freiwilligen Verteidigungsverbands der estnischen Streitkräfte. Vor dem Hintergrund Estlands Geschichte mit russischer Fremdherrschaft und der aktuellen Angst vor einer möglichen Bedrohung durch Russland trainieren die Frauen Verteidigung, Erste Hilfe und Krisenbewältigung. Die Dokumentation zeigt mit großem Feingefühl ihre persönlichen Beweggründe, sich zu engagieren, und fragt, ob Frauen eine eigene Form des Widerstands und der Verteidigung entwickeln. Dabei wird deutlich, dass es ihnen nicht nur um militärische Vorbereitung geht, sondern auch um den Schutz von Gemeinschaft, Freiheit und Selbstbestimmung. Das Feature porträtiert Frauen, die Verantwortung übernehmen und ihre Rolle in einer möglichen Krisensituation neu definieren.

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Podcast „Gen East“, Folge 6: Slavic girls be like what?!

Podcast, 35’13, Podigee, Spotify etc.

Autorinnen: Maria Kotsev und Anastasia Trenkler

Mit viel Humor und zugleich einem klaren Blick für die dahinterliegenden Mechanismen nimmt die Podcastfolge stereotype Bilder osteuropäischer Frauen in den sozialen Medien auseinander. Sei es die strenge russische Mutter oder die perfekt gestylte junge Frau auf der Suche nach einem reichen Mann – die Populärkultur kennt diese Motive und reproduziert sie immer wieder. Die Moderatorinnen verbinden persönliche und kulturelle Perspektiven mit der wissenschaftlichen Einordnung durch die Kulturwissenschaftlerin Lisa Jarzyński. Gerade diese Mischung, die auch Ambiguitäten zulässt, macht den Beitrag zugänglich, ohne die Problematik der Stereotype aus dem Blick zu verlieren.

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NOMINIERTE BEITRÄGE 2026 DOKU VISUELL


Heimat. Häkeln. Hetze. Undercover unter rechtsextremen Frauen.

Reportage, 31’47, SR

Autorinnen: Sarah Ulrich, Lisa Genzken, Kim Stoppert und Alissa Küsters

Die Reportage wagt einen genaueren Blick dorthin, wo rechtsextreme Ideologien mit dem vermeintlichen Einsatz für Frauenrechte verbunden werden. Die beeindruckende Recherche zu der von Frauen geführten Organisation Lukreta legt ein konservatives Rollenverständnis der Mitglieder offen, das zugleich auf „Remigration“ setzt. Die Gruppe ist international vernetzt mit anderen ähnlichen Organisationen in Großbritannien, Frankreich und Portugal. Besonders hervorzuheben ist der investigative Zugang, mit dem Verbindungen zu gesichert rechtsextrem eingestuften und vom Verfassungsschutz beobachteten Personen nachgezeichnet werden. Ein wichtiger Beitrag, der genauer hinschaut, statt sich mit dem äußeren Auftreten einer Organisation zufriedenzugeben.

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Tributes: Sie masturbieren auf eure Fotos (online)

Reportage, 27’07, STRG_F auf YouTube

Autorinnen: Kim Sarah Eckert und Mette Marit Olsson

Mit bestechender Beharrlichkeit wurde hier ein Thema recherchiert, das im digitalen Alltag oft unsichtbar bleibt: sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Netz. Konkret machen die Reporterinnen die Strukturen hinter sogenannten „Cum Tributes“ sichtbar, wohinter sich die Praxis verbirgt, bei der Männer sich dabei filmen, wie sie zu gewöhnlichen Bildern von Frauen, z. B. von deren Instagram-Kanälen, masturbieren, um anschließend auf die Abbildungen zu ejakulieren. In entsprechenden Communitys kursieren diese Videos anschließend, um sich darüber auszutauschen und die Frauen vermeintlich zu „würdigen“ – sie werden so zum Opfer, oft, ohne davon etwas zu wissen. Für ihre Untersuchung recherchierten die Reporterinnen in den entsprechenden Online-Communities, nahmen aber auch Kontakt mit betroffenen Frauen auf. Die sensible Verbindung aus investigativer Recherche und der Perspektive der Frauen macht die Dimension des Problems eindringlich erfahrbar.

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Weil Du mir gehörst! – Wenn Männer ihre Frauen töten

Dokumentation, 43’37, ZDF

Autorinnen und Autoren: Jochen Breyer, Julia Friedrichs, Linda Huber und Steffi Unsleber

Mit großer journalistischer Sorgfalt geht der Film der Frage nach, wie Femizide entstehen und welche Warnsignale ihnen vorausgehen können. Die intensive Recherche verbindet Gerichtsakten und Polizeiberichte mit den persönlichen Perspektiven von Angehörigen und macht so wiederkehrende Muster wie Kontrolle, Isolation und Besitzdenken sichtbar. Ergänzt durch die Einordnung von Expert*innen entsteht ein differenziertes Bild, das nicht nur einzelne Taten betrachtet, sondern strukturelle Probleme und mögliche Versäumnisse sichtbar macht, bei denen betroffene Frauen trotz Hilfeersuchen und Schutzanträgen nicht ausreichend geschützt werden konnten. Besonders eindringlich ist in dem Film der respektvolle Umgang mit den Menschen, die die Opfer kannten.

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Y-History Spezial: Verhütung? Frauensache!

Dokumentation, 43’26, ARD Mediathek

Autorinnen: Laura Lingnau und Simone Schillinger

Mit einem überraschend langen Blick zurück in die Geschichte untersucht die Dokumentation, warum die Verantwortung für Verhütung bis heute überwiegend bei Frauen liegt. Moderatorin Melina Hoischen führt durchaus auch humorvoll durch 4.000 Jahre Verhütungsgeschichte und verbindet historische Entwicklungen mit persönlichen Geschichten und aktuellen Debatten. Besonders gelungen ist die Verbindung von verständlicher Vermittlung und unterschiedlichen Perspektiven – von den Chancen und Risiken der Pille bis zu Sterilisation, sexueller Aufklärung und Verhütungsmethoden für Männer. Mit lebendigen und kreativen Stilmitteln macht der Beitrag deutlich, dass Verhütung noch immer ungleich verteilt ist, und diskutiert mögliche Wege zu mehr Verantwortung und Gleichberechtigung.

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Gold, Silber, Machtmissbrauch – die dunkle Seite der Leichtathletik

Dokumentation, 44’00, ZDF

Autorin und Autor: Christina Zühlke und Michael Haselrieder

Der Beitrag schaut dorthin, wo die glänzende Oberfläche des Spitzensports Risse bekommt. Mit großer Offenheit berichten Sportlerinnen von Machtmissbrauch, emotionaler Manipulation und sexuellen Übergriffen und geben damit Erfahrungen eine Stimme, über die lange geschwiegen wurde. Die Dokumentation begegnet diesen Geschichten mit der nötigen Ernsthaftigkeit und verbindet sie mit der Frage nach strukturellen Bedingungen und besserem Schutz. So entsteht ein wichtiger Blick hinter die Medaillenfassade – und ein klares Plädoyer dafür, dass sportlicher Erfolg niemals über dem Wohl und der Sicherheit von Athletinnen und Athleten gehen darf.

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Lebenslinien: Der Kampf um meine Würde

Dokumentation, 42’59, BR

Autorin: Birgit Eckelt

Ein eindringliches und zugleich kraftvolles Porträt: Erzählt wird die Geschichte von Sadia De Kiden. Ihr Leben ist geprägt von Krieg, Verlust und Gewalt, aber ebenso von Selbstbestimmung, Neuanfang und Solidarität. Als Kind erlebt sie im Südsudan Krieg, Gewalt und Verlust und kommt schließlich – nach dem Tod ihrer Mutter – nach Deutschland. Trotz schwieriger Erfahrungen gelingt ihr ein erfolgreicher Weg: Sie wird selbstständig, gründet ein Unternehmen und unterstützt besonders alleinerziehende Frauen. Hinter ihrer starken und selbstbewussten Fassade erlebt sie jedoch auch eine von Gewalt geprägte Beziehung, aus der sie sich erst nach einem Missbrauch befreien kann. Danach beginnt sie ein Jurastudium und setzt sich als Aktivistin für Menschen ein, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die Dokumentation begegnet ihrer Geschichte mit Respekt und zeigt eine Frau, die ihre Erfahrungen in Stärke verwandelt und heute nicht nur für ihre eigene, sondern auch für die Würde anderer kämpft.

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NOMINIERTE BEITRÄGE 2026 FIKTION UND ENTERTAINMENT


Die Prostitutionsanstalt (Serie: Die Anstalt)

Satiresendung, 49’, ZDF

Autorinnen und Autoren: Dr. Dietrich Krauss, Maike Kühl, Max Uthoff, Doris Müller und Cornelius Oettle

Mit scharfsinniger Satire und gut recherchierten Zahlen nimmt die Sendung die Prostitution in Deutschland unter die Lupe. Überspitzt wird das Land auch als „Bordell Europas“ bezeichnet, denn etwa jeder vierte Mann war hier schon einmal bei einer Prostituierten. Der Beitrag verbindet Fakten über Einkommen, Kosten und die Lebensrealitäten vieler Prostituierter mit pointierten Zuspitzungen und schafft es so, ein komplexes und häufig tabuisiertes Thema einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Gerade die Verbindung aus Information und Humor sorgt dafür, dass die zugrunde liegenden sozialen Fragen hängen bleiben.

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Olivia

Fernsehfilm, 89’00, ZDF

Autor: David Ungureit

Mit großer Nähe erzählt der Film die Lebensgeschichte von Olivia Jones – von der niedersächsischen Provinz, wo er als Oliver Knöbel aufwuchs, bis zur Hamburger Reeperbahn und zum Aufstieg einer der bekanntesten Dragqueens Deutschlands. Dabei wird nicht nur eine beeindruckende Karriere nachgezeichnet, sondern auch der persönliche Weg zu Selbstakzeptanz und Selbstbestimmung. Die Beziehung Olivias zu ihrer Mutter Evelyn ist zudem ein zentrales Element der Handlung, das auch die Entwicklung und Emanzipation Evelyns aufarbeitet. Die sensible Verbindung von biografischen Höhen und schmerzhaften Erfahrungen macht den Film zu einem starken Plädoyer für Toleranz, Vielfalt und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

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Rabbit Academy – Die Häschenschule, Folge 17: Wahlkampf

Serie, 11‘09, KiKA

Autor: Bart Kuipers

Charmant und kindgerecht verpackt die Folge ein großes gesellschaftliches Thema in einen kleinen Schulwahlkampf. Kela tritt bei der Wahl zur Schulsprecherin gegen Anton an. Sie möchte erreichen, dass es beim Schulfest keine Unterschiede mehr zwischen „Jungsaufgaben“ und „Mädchenaufgaben“ gibt. Während sie eher schüchtern ist, kauft Anton sogar heimlich Stimmen. Im Kampf gegen ihn muss Kela selbst erfahren, wie schwierig es sein kann, für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Mit viel Feingefühl verbindet die Geschichte Gleichberechtigung mit einer ebenso wichtigen Botschaft über Fairness, Ehrlichkeit und Mut.

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NIXE. Eine Geschichte queerer Beziehungsgewalt (Teil 1 und 2)

Hörspiel, 122’, 1Live/ARD Sounds

Autorin: Tia Morgen

In bedrückend realistischer Weise erzählt das zweiteilige Hörspiel die Geschichte der Podcasterin Jara, die für ihren Podcast zu Gewalt in queeren Beziehungen recherchiert und sich schließlich selbst in einer solchen Dynamik wiederfindet. Die Geschichte erzählt sensibel von emotionaler Abhängigkeit, Manipulation und Gewalt und macht zugleich deutlich, wie schwer diese Formen von Gewalt zu erkennen sein können. Die Verbindung mit Erfahrungen aus Gesprächen mit Betroffenen verleiht der fiktiven Handlung zusätzliche Nähe und macht auf ein Thema aufmerksam, über das noch immer zu selten gesprochen wird.

(Zum Beitrag; zum Beitrag)



Der Preis: Worum geht's?

Mit dem renommierten Juliane Bartel Medienpreis würdigt das Land Niedersachsen Autorinnen und Autoren, die in ihren Fernseh-, Hörfunk- und Internet-Beiträgen auf ernste oder unterhaltsame Weise die Gleichstellung von Frauen und Männern thematisieren und dabei Rollenkonflikte sichtbar machen. Die prämierten Beiträge rütteln wach und machen gleichzeitig Mut, denn sie zeigen nicht nur Missstände, sondern auch positive Beispiele, die für uns alle ein Ansporn darstellen sollten, das Thema stets im Blick zu behalten.


Das Preisgeld: Wohl verdient

Der Juliane Bartel Medienpreis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Das Preisgeld verteilt sich auf die vier Kategorien zu jeweils 3.000 Euro. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten zudem die Skulptur der Künstlerin Ulrike Enders.

Ferner behält sich die Jury vor, zusätzlich einen Sonderpreis zu vergeben, der mit maximal 3.000 Euro dotiert ist.


Juliane Bartel: Wer ist das

Juliane Bartel (1945-1998) war eine couragierte und engagierte Journalistin sowie Hörfunk- und Fernsehmoderatorin, die in „S-F-Beat“, einer Jugend-, Musik- und Infosendung, und später dann auch in der Tagesmagazinsendung „Echo am Morgen“ zu hören war. Ihren Durchbruch beim Fernsehen hatte Juliane Bartel mit der Talkshow „3 nach 9“, durch die sie von 1989 bis 1998 führte. Zuvor moderierte sie im ZDF die Sendung „Spielraum“ und ab 1993 „Alex“ beim Sender Freies Berlin. Zu dieser Zeit gab es nur wenige Frauen in dieser Rolle zu finden.


Medienpartner:

NDR

In Kooperation

- Niedersächsische Landesmedienanstalt

- nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH

- Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung e.V.

- Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

- „Initiative Klischeefrei“ über das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chanchengleichheit e.V.

- Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

- Hochschule Hannover

- Film & Medienbüro Niedersachsen e.V.

- ZDF

- Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen

- Deutscher Ärztinnenbund e.V.

- Deuter Gewerkschaftsbund Niedersachen – Bremen – Sachsen-Anhalt

- Unternehmerinnen-Zentrum Hannover


Die Jury: Expertinnen und Experten unter sich

Die eingereichten Beiträge werden von der Vorjury gesichtet und nominiert. Dabei bringen unsere Kooperationspartnerinnen und -partner ihre Expertise ein.

Kurz vor der Preisverleihung sichtet und bewertet dann eine Fachjury aus den Bereichen Journalismus, Schauspiel, Redaktionen, Produktionen und einer Vertretung der Hochschule Hannover die nominierten Beiträge und entscheidet abschließend, welcher Beitrag in den Kategorien gewinnt.

Die Preisverleihung: Das Gute zum Schluss

DAS NDR-Landesfunkhaus in Hannover bietet die optimale Bühne für die Medienpreisverleihung. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit Gästen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft geehrt.



Fotos der Preisverleihung 2025

Auditorium   Bildrechte: MAIKE HELBIG
Siegerinnen und Sieger   Bildrechte: MAIKE HELBIG
Frau mit roten Haaren zeigt ihre Muskeln und brüllt. Silberner Hintergrund.   Bildrechte: ms
Kooperationspartner   Bildrechte: ms

Kooperationspartner

Die Nominierungen 2026

  Die Nominierungen 2026

Der Beirat 2026

  Mitglieder des Beirats

Ihre Ansprechpersonen:

Theresa Przyklenk
Telefon 0511 - 120 2964

Lena Ochs
Telefon 0511 - 120 2962

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