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Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

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Interkulturelle Beziehungen spielen heute im Alltag vieler Frauen, Männer, Kinder und Jugendlicher in Niedersachsen eine Rolle. Sie stellen eine Bereicherung für unser Land dar.

Von den ca. 4.081.000 in Niedersachsen lebenden Frauen haben ca. 631.000 Frauen einen Migrationshintergrund. Hiervon haben über 50 % die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Herkunftsländer ihrer Familien sind vor allem die Russische Förderation, die Türkei, Polen und die Niederlande. Von den in Niedersachsen lebenden Frauen anderer Staatsangehörigkeit stellen die Frauen türkischer Herkunft mit 53.000 Frauen die weitaus größte Personengruppe. Die zweitgrößte weibliche Nationalitätengruppe  bilden die polnischen Staatsangehörigen mit ca. 18.000 Frauen, gefolgt von ca. 15.000 Frauen aus Serbien und Montenegro.

Die soziale Lebensrealität mit den heterogenen Gruppen und Lebensverhältnissen von Frauen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen ist sehr vielfältig. Den Migrantinnen in Niedersachsen soll eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden und das kann nur gelingen, wenn die Aufnahmegesellschaft der Rolle von Frauen im Integrationsprozess besondere Aufmerksamkeit schenkt. Mit dem Landesprogramm "Migrantinnen in Niedersachsen – Integration gestalten" – das mit Hilfe der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten durchgeführt wird - sollen auf lokaler Ebene Lösungswege aufgezeigt, auf gute Beispiele aufmerksam gemacht und Impulse für ein gelungenes Miteinander gegeben werden.

Seitdem die Niedersächsische Landesregierung am 07.02.07 ein Handlungskonzept "Zwangsheirat ächten – Zwangsehen verhindern" beschlossen hat, ist eine Reihe von niedrigschwelligen Angeboten für Betroffene und präventiven Maßnahmen gegen Zwangsheirat entstanden. In Niedersachsen steht mit dem Krisentelefon gegen Zwangsheirat (Telefonnummer 0800-0667888 und per E-Mail) eine landesweite Anlaufstelle für Betroffene und Dritte zur Verfügung.

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