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Vier weitere „Go-Lives“: Neue digitale Verwaltungsleistungen in Niedersachsen gestartet

Vier weitere „Go-Lives“: Neue digitale Verwaltungsleistungen in Niedersachsen gestartet | Nds. Ministerium für Inneres und Sport

Das Land Niedersachsen arbeitet weiter an einem Transfer von einer bisher analogen zu einer immer digitaleren Verwaltung. So stehen seit kurzem vier weitere Verwaltungsleistungen online in zunächst einigen Kommunen zur Verfügung – also per Internet und über internetfähige mobile Endgeräte.

Die Online-Leistung „Beschwerde über gesetzliche Sozialversicherungsträger“ können jetzt alle Bürgerinnen und Bürger des Landes Niedersachsen nutzen. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Osnabrück profitieren zudem von der Möglichkeit einer digitalen „Anzeige nach § 13 Absatz 2 der Trinkwasserverordnung“ – z. B. für die Inbetriebnahme eines neuen Hausbrunnens. Darüber hinaus bieten die Standesämter der Städte Hameln und Melle die elektronische Sterbefallanzeige und in diesem Zusammenhang auch die Beantragung von Sterbeurkunden für Bestattungsunternehmen in einer ersten Testphase an. Diese Beantragungen, bzw. Dienstleistungen waren bis vor kurzem lediglich „analog“ möglich. In Fachkreisen werden Dienstleistungen, die aus einem bisher rein analogen Format in die digitale Handhabung transferiert werden, als „Go-Lives“ bezeichnet.

Die Digitalisierung dieser Verwaltungsdienstleistungen erfolgte im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Die Angebote wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gemeinsam entwickelt. Im „Digitalisierungsprogramm Föderal“ hat das Land Niedersachsen auf föderaler Ebene das Themenfeld Gesundheit übernommen. Bei der Entwicklung der Onlinedienste wurde das Land unter anderem durch den Gesundheitsdienst des Landkreises Osnabrück und die Städte Melle und Hameln sowie die Standesamtsaufsicht des Landkreises Hildesheim unterstützt.

Mit diesen vier „Go-Lives“ ist das Land Niedersachsen dem Ziel des OZG, gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen bis Ende 2022 alle für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen relevanten Verwaltungsleistungen zu digitalisieren, einen Schritt nähergekommen. „Die Digitalisierung wird in diesem Jahr auch vor dem Hintergrund der Beschleunigung durch Corona erheblich an Fahrt aufnehmen. Gleichzeitig bereitet Niedersachsen derzeit die Einführung weiterer Onlinedienste vor, die allen Kommunen zur Nutzung angeboten werden sollen“, erläutert Dr. Horst Baier, IT-Beauftragter der Landesregierung und verantwortlich für das Programm „Digitale Verwaltung Niedersachsen“. Baier bedankt sich insbesondere bei den Pilotkommunen für die Mithilfe. Mehr als 80 Prozent aller staatlichen Dienstleistungen werden über die Kommunen angeboten. „Wir werden die Kommunen in den nächsten Jahren intensiv bei der Digitalisierung unterstützen, um die Anforderungen aus dem Onlinezugangsgesetz gemeinsam erfüllen zu können“, stellt Baier in Aussicht.

Bei der Entwicklung der Onlinedienste steht die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Die Eingabemasken sind übersichtlich gestaltet, leicht verständlich und liefern Erklärungen durch eingebettete Hilfetexte. Die notwendigen Daten können komplett online eingegeben werden. Zum Teil besteht zudem die Möglichkeit, erforderliche Nachweise direkt per Computer oder Smartphone hochzuladen.

Aktuell wird daran gearbeitet, die digitalisierten Leistungen auch in allen weiteren niedersächsischen Kommunen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wurden die Leistungen so entwickelt, dass sie mit geringfügigen Anpassungen grundsätzlich bundesweit eingesetzt werden können.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

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erstellt am:
17.02.2021

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