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Gesundheit und Migration

Das Land Niedersachsen unterstützt eine Reihe von Maßnahmen für die Verbesserung der Gesundheitssituation von Menschen mit Migrationshintergrund. Ziel ist dabei die Stärkung der individuellen Gesundheit.

Präventive Angebote, die einen erleichterten Zugang zum Gesundheitssystem schaffen, tragen auch zur interkulturellen Öffnung und Integration bei. Umgekehrt stellen sich auch Gesundheitseinrichtungen auf die zunehmende kulturelle Vielfalt der Gesellschaft immer besser ein. Bei einer guten und effizienten gesundheitlichen Versorgung kommt es auf eine funktionierende interkulturelle Kommunikation in Kliniken, Reha-Einrichtungen, Arztpraxen sowie bei den Wohlfahrtsverbänden an.

Erste Anlaufstelle zu allen Fragen rund um „Willkommen in Deutschland“ ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz BAMF.

In Niedersachsen gibt es eine ganze Reihe an Vereinen und Verbänden, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit Migrationshintergrund zu helfen:

  • Das Ethno-Medizinisches Zentrum e.V., kurz EMZ, widmet sich verschiedenen gesundheitspolitischen Aufgaben und Aktivitäten im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Versorgung von Migrantinnen und Migranten. Es bietet keine eigenen Gesundheitsdienste an, aber u. a. eine Reihe von gesundheitsrelevanten Veröffentlichungen.

  • Das "Drei-Generationen-Projekt – Gesundheit mit Migranten für Migranten" vermittelt Menschen mit Migrationshintergrund einen besseren Zugang zur Gesundheitsvorsorge und zu Behandlungsangeboten. Ermöglicht wird dies durch umfangreiche Veröffentlichungen, insbesondere jedoch durch die Schulung von interkulturellen Gesundheitsmediatoren, die ihr Wissen an Betroffene weitergeben.
  • MiMi wurde von 2008 – 2019 durch das Nds. Sozialministerium und den BKK Landesverband Niedersachsen/Bremen gefördert.

  • In Hannover sorgt der Verein kargah für eine interkulturelle Kommunikation in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. kargah ist ja ein gemeinnütziger Verein, der sich sozial und politisch engagiert und unabhängig von Parteien und Religionen ist. U. a. bietet er einen Sprachmittlungsdienst außerhalb der Stadtverwaltung Hannover an, der dazu dient, gemeinnützigen Einrichtungen und unterschiedlichen Beratungsstellen in ihrer Arbeit durch Dolmetscherinnen und Dolmetscher für verschiedenste Sprachen zu unterstützen.

  • Das Institut für transkulturelle Betreuung e.V., kurz ITB ist ein anerkannter Betreuungsverein und beschäftigt qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Sozial- und Gesundheitsberufen mit verschiedensten Kultur- und Sprachhintergründen.

  • Das Netzwerk für Traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. setzt sich für Menschen ein, die aus Kriegs- und Krisengebieten und als Opfer von Verfolgung, Folter und Vertreibung geflüchtet sind. Es bietet Beratung, Fortbildungen und Sprechstunden an, um im besten Sinne positiv zu intervenieren.

  • Die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken - das ist Anliegen und Thema der Plattform „Gesundheitliche Chancengleichheit“. In der umfangreichen Projekt-Datenbank finden sich Termine, Materialien und Forschungsergebnisse rund um die Gesundheitsförderung bei Geflüchteten. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.
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