Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Positive Zwischenbilanz zu den „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ - 34 Landkreise und kreisfreie Städte sind bereits dabei

Vertreter der Gesundheitsregionen aus ganz Niedersachsen kommen in Hannover zusammen


Mittlerweile beteiligen sich 34 Landkreise und kreisfreie Städte an den „Gesundheitsregionen Niedersachsen", die die Landesregierung als landesweites Projekt etabliert hat. Vertreterinnen und Vertreter dieser Regionen zogen heute bei einer Konferenz im Hannoveraner Werkhof eine positive Zwischenbilanz. „In den Gesundheitsregionen werden neue Konzepte für eine vernetzte regionale Gesundheitsversorgung entwickelt", sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt: „Arztpraxen, Pflegedienste und -heime, Krankenhäuser, Apotheken, Wohnungsbauunternehmen und weitere Akteurinnen und Akteure arbeiten enger zusammen, so kann auch in Zeiten des demografischen Wandels auf dem Land eine gute wohnortnahe Versorgung der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden - pflegebedürftige Menschen können öfter und länger zu Hause wohnen bleiben." Mehr als 4000 Menschen haben bei den Gesundheitsregionen Niedersachsen bisher mitgewirkt.

In mehreren Förderrunden sind zusätzlich verschiedene, in den Gesundheitsregionen entwickelte Ideen zur Verbesserung der Versorgungsstruktur vor Ort ausgewählt worden; sie werden mit Mitteln der Kooperationspartner - Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, AOK Niedersachsen, Ersatzkassen, BKK Landesverband Mitte und Sozialministerium - gefördert. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Angebote für ältere multimorbide Patientinnen und Patienten sowie für Migranten und Migrantinnen oder neue Versorgungsansätze für das Wundmanagement bei Chronifizierung oder die Nachbehandlung bei Herzstillstand. Insgesamt zeigt sich eine breite Themenvielfalt, die ein Abbild der aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung darstellt.

Seit 2014 fördert die Landesregierung im Rahmen des Projekts „Gesundheitsregionen Niedersachsen" landesweit Aktivitäten von Landkreisen und kreisfreien Städten, bei denen auf kommunaler Ebene die an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteure kooperieren. Warum es sich lohnt Gesundheitsregion zu sein und welche konkreten Verbesserungen für die Gesundheitsversorgung auf lokaler und regionaler Ebene möglich sind, ist heute Gegenstand der landesweiten Bilanzveranstaltung „Erfolgsmodell Gesundheitsregionen Niedersachsen - Perspektive und Ausblick". Zu dieser sind u.a. die kommunalen Spitzen von Landkreisen und kreisfreien Städten eingeladen.

Es zeigt sich: Vor Ort sind zunächst mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung die erforderlichen Strukturen geschaffen worden, um den regionalen Prozess unter Beteiligung der interessierten Fachöffentlichkeit auf den Weg zu bringen. Die breite Beteiligung von Landkreisen und kreisfreien Städten, das hohe Engagement aller Beteiligten in den Gesundheitsregionen vor Ort und die Entwicklung interessanter, regional passender Versorgungsangebote zeigen, dass sich die Gesundheitsregionen Niedersachsen tatsächlich zu einem Erfolgsmodell entwickelt haben.

„Mit Gesundheitsregionen gehen wir neue Wege, die sich auch auf andere Bereiche unseres Sozial- und Gesundheitswesens übertragen lassen. Statt etwas ,überzustülpen', werden Modelle entwickelt, die genau auf die lokalen Bedingungen abgestimmt sind", sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt in ihrer Eröffnungsrede. „Eine regionale Vernetzung führt nicht nur zu optimalen Versorgungstrukturen, sondern auch dazu, dass die öffentlichen Mittel zielgerichtet eingesetzt werden. Gesundheitsregionen sind ein Modell mit Zukunft und bieten die Chance, die Schnittstellen der einzelnen Versorgungsbereiche - ambulant, stationär, Pflege, Reha - durchlässiger zu machen".

In einem weiteren Beitrag gab der Staatssekretär Jörg Röhmann einen Ausblick auf zukünftige Themenstellungen der Gesundheitsregionen und nannte die folgenden Eckpfeiler: Gesundheitsförderung und Prävention, Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung auf der Grundlage des Landespsychiatrieplans und Stärkung der ärztlichen Versorgung, besonders in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Es wurde deutlich, dass mit den Gesundheitsregionen Niedersachsen eine Plattform geschaffen worden ist, die es der kommunalen Ebene erlaubt, die verschiedensten Themenstellungen aufzugreifen und in wirksame Projekte vor Ort zu überführen.

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16.11.2016

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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