Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Landesjugendhilfeplanung

Eine wichtige Rolle für die Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen spielt die Kinder- und Jugendhilfe. Sie trägt dazu bei, möglichst positive Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien zu erhalten oder zu schaffen. Gerade in den letzten Jahren sind enorme Anstrengungen von Land, Kommunen und freien Trägern unternommen worden, um die Situation von Kindern und Familien in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern.

Um überhaupt Aussagen darüber treffen zu können, wie Kinder, Jugendliche und ihre Familien leben und welche Bedürfnisse sie haben, ist eine solide Datenbasis erforderlich. Nur auf Basis einer regelmäßigen, differenzierten Berichterstattung kann sich die Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickeln und bedarfsgerecht handeln.

Junge Menschen in Krisen zu beraten, zu unterstützen und zu stärken, die Erziehungsfähigkeit von Eltern zu fördern, Kindern in Notsituationen zu helfen - das alles sind Kernaufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dem Land liegt viel daran, die örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe bei der eigenverantwortlichen Erfüllung dieser Aufgaben zu unterstützen. Jedes Kind und jede bzw. jeder Jugendliche in Niedersachsen soll die Möglichkeit haben, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Die möglichst passgenaue, rechtzeitige Hilfe in Krisensituationen kann dabei ein Baustein sein, der langfristig umso tragfähiger ist, je besser er „passt". Diese Passgenauigkeit von Hilfen setzt wiederum Wissen über Wirkfaktoren, über Zusammenhänge und Einflussfaktoren voraus. Die landesweite Berichterstattung zur Kinder- und Jugendhilfe soll hierzu Erkenntnisse liefern.

Das Land Niedersachsen unterstützt mit dem dritten Basisbericht und dem Vertiefungsbericht Frühe Hilfen in Niedersachsen die zukunftsorientierte Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe. Der Basisbericht schreibt die vorhandene Datenbasis zur Entwicklung der Sozialstruktur sowie der Hilfen zur Erziehung fort. Erstmalig enthält der Bericht auch Daten zur Kindertagesbetreuung als sozialstruktureller Faktor, der sich wesentlich auf die Lebensgestaltung von Familien und Kindern auswirkt. Zwei weitere Neuerungen sind die Darstellung der Entwicklung der Hilfen zur Erziehung in Niedersachsen im Vergleich mit dem Bundesgebiet sowie die Darstellung ausgewählter Ergebnisse der Einrichtungsstatistik der Hilfen zur Erziehung für den vollstationären und teilstationären Bereich in Niedersachsen. Der zweite Teil umfasst eine grundlegende und übergreifende Aufbereitung der Thematik der Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe und ist das aktuelle Schwerpunktthema.

Mit dem Vertiefungsbericht erfolgt erstmalig eine Auswertung der Daten des Fach- und Informationssystems Frühe Hilfen (FIS). Neben der Darstellung der Grundlagen und der Entwicklung Früher Hilfen beschreibt der Bericht die Ausgestaltung Früher Hilfen, beispielsweise hinsichtlich der Anbieter, der Angebotstypen, ihrer Ausrichtung und Zielsetzung oder der räumlichen Verteilung. Im Weiteren werden u. a. Fragestellungen untersucht, ob sich zwischen Frühen Hilfen Zusammenhänge zu anderen Leistungen der Jugendhilfe nachweisen lassen und in welchen Bereichen Handlungsbedarfe in Niedersachsen bestehen.

Die Berichte finden Sie im Downloadbereich rechts.

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