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Gender Mainstreaming

Frauen und Männer werden kulturell und sozial unterschiedlich geprägt. Lebensverlauf, Chancen und Perspektiven entscheiden sich maßgeblich nach dem Geschlecht. In Politik und in der Verwaltung werden daher gezielte Strategien und Methoden gebraucht, um tatsächliche Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu schaffen, so wie es das Grundgesetz vorschreibt. Demokratie braucht Partizipation – Gender Mainstreaming schafft sie für Männer und Frauen gleichermaßen.

Das Land Niedersachsen hat sich in seiner Geschäftsordnung zu Gender Mainstreaming verpflichtet und verfolgt Gleichstellung als durchgängiges Leitprinzip. Vorbild war die Europäische Kommission, die seit 1996 verbindlich zu einer Politik des Gender Mainstreaming übergegangen ist. Gender Mainstreaming lenkt bei allen Vorhaben die Aufmerksamkeit systematisch auf deren Auswirkungen auf Frauen und Männer, z. B. hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das ist notwendig, weil auch scheinbar neutrale, "rein fachliche" Themen spezifische Folgen haben. Die Unterschiede zu erkennen und zwischen spezifischen Belangen zu differenzieren ist mühsam und erfordert oft, die Dinge ganz neu sehen zu lernen. Doch die Mühe lohnt, denn Gender geprüfte Entscheidungen sind - gerade auch bei politischen und administrativen Entscheidungen - besser und helfen zu sparen. Die rechtzeitige Folgenabschätzung eröffnet die Chance, ein Vorhaben wenn nötig zu verändern oder zu stoppen. Fehler, Reparaturbedarfe und deren Folgekosten werden vermieden. Die Umsetzung der Gleichstellung liegt durch Gender Mainstreaming in der Verantwortung aller, die die fachliche oder politische Verantwortung tragen.

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