Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Niedersachen klar Logo

Wohnraumoffensive des Bundes für mehr Barrierefreiheit nutzen

Treffen der Beauftragten der Länder und des Bundes für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 15. und 16. November 2018 in Hamburg


Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Bund und Ländern forderten bei ihrer Konferenz in Hamburg den Bund, die Länder und Kommunen dringend auf, die geplante Wohnraumoffensive des Bundes für mehr Barrierefreiheit und inklusive Quartiersentwicklung zu nutzen.

Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen aus Niedersachsen, kritisierte: „Es fehlt sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum an geeignetem Wohnraum für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen sind bei der Formulierung der Ziele der Offensive nicht ausreichend berücksichtigt.“

Auch in Niedersachsen werden immer mehr barrierefreie und bezahlbare Wohnungen benötigt. Die Nachfrage ist erheblich größer als das Angebot. Es geht um unterschiedliche Wohnungsgrößen. Denn nicht nur Singles sind auf der Suche, sondern auch Familien, die mit einem Familienangehörigen mit Behinderungen ebenfalls auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind.

Das und vieles mehr wurde in Nienburg beim 11. Niedersächsischen Fachtag „Wohnen im Alter“ deutlich, bei der auch Wontorra als Gast auf dem Podium war: „Um auch den Bestand der vorhandenen Wohnungen nutzen zu können, brauchen wir intelligente Konzepte, damit Menschen auch mit zunehmenden Einschränkungen in ihren Wohnungen bleiben können. Es geht darum, keine neuen Barrieren zu schaffen und im Bestand Barrieren strukturell abzubauen“, bekräftigte Wontorra. „Es dürften folglich nur dann Mittel in den Wohnungsbau fließen, wenn Barrierefreiheit konsequent von vornherein mitgedacht und auch umgesetzt wird.“

Presseinformationen
Artikel-Informationen

21.11.2018

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln