Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Niedersachen klar Logo

Arbeits- und Sozialministerinnen- und -minister-Konferenz beschließt Verlängerung der Jahresfrist der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Betroffene haben ein Jahr mehr Zeit für Antragsstellungen


Die Stiftung Anerkennung und Hilfe unterstützt Menschen, die in der Vergangenheit in der Bundesrepublik oder in der DDR in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben. Damit noch mehr Betroffene die Möglichkeit haben, Unterstützungsleistungen zu erhalten, soll die Antragsfrist der Stiftung Anerkennung und Hilfe um ein Jahr verlängert werden – von bislang drei auf vier Jahre. Dafür haben sich die Landessozial- und Arbeitsministerinnen und -minister ausgesprochen. Betroffene haben nun statt bis zum 31. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, Anträge einzureichen.

„Viele Opfer leiden bis zum heutigen Tag an den Folgen“, erklärt die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann in Münster, „deshalb fällt es ihnen oft schwer, einen Antrag bei der Stiftung einzureichen, weil dadurch ‚alte Wunden‘ wieder aufgerissen werden.“ Zudem bräuchten die Betreuerinnen und Betreuer von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Beeinträchtigungen Zeit, um zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Antrag vorliegen.

Auch ist die Zielgruppe – insbesondere Frauen und Männer mit psychischen Beeinträchtigungen – schwer zu erreichen. Darüber hinaus ist vielen Betroffenen dieses Angebot unbekannt, zumal auf dem Gebiet der ehemaligen DDR die meisten Anlauf- und Beratungsstellen der Stiftung Anerkennung und Hilfe erst im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen haben.

„Die freiwilligen Leistungen, die durch die Stiftung ausgezahlt werden, sind nicht nur eine wichtige Unterstützung für viele der Betroffenen“, betont Sozialministerin Reimann, „sie sind auch ein Symbol dafür anzuerkennen, dass vielen Menschen damals Unrecht zugefügt worden ist.“

Presseinformationen
Artikel-Informationen

06.12.2018

Ansprechpartner/in:
Naila Eid

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln