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Sozialministerium fördert Trauerarbeit mit 100.000 Euro

Ministerin Carola Reimann: „Wir wollen ehrenamtlich Engagierte gezielt unterstützen.“


Trauernde beim Verlust eines geliebten Menschen zu begleiten, ist ein elementarer Bestandteil der Sterbebegleitung. Hier leisten die zumeist ehrenamtlich Engagierten der Hospizbewegung einen wertvollen Beitrag. Um sie bei dieser fordernden Aufgabe zu unterstützen, stellt die Landesregierung jetzt erstmals 100.000 Euro zur Verfügung. „Die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer stehen in der Hospizarbeit nicht nur den Sterbenden zur Seite. Sie helfen ebenso ganz individuell trauenden Angehörigen in einer seelischen Ausnahmesituation. Um sie hierbei ganz gezielt zu unterstützen, stellen wir in diesem Jahr dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Gelder für Fortbildungsangebote in der Trauerarbeit zur Verfügung“, betont Sozialministerin Carola Reimann.

„Trauerarbeit ist bei der Versorgung Sterbender und deren Angehörigen nicht mehr wegzudenken. Daher freuen wir uns, dass die Politik diesen Aspekt würdigt und erstmals Fördergelder gewährt, um Ehrenamtliche in der Trauerarbeit zu schulen und den Austausch untereinander zu fördern“, sagt Ulrich Domdey, Vorsitzender des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung (LSHPN).

Ein neu einberufender Arbeitskreis beim LSHPN prüft aktuell den Qualifizierungsbedarf. Durch differenzierte Angebote wird das Ehrenamt weiter gestärkt. Daneben wird die regionale Vernetzung in der Trauerarbeit ausgebaut, um hier einen Wissenstransfer zu ermöglichen. „Trauerbegleitung wird als Dienstleistung zunehmend nachgefragt. Die zusätzlichen 100.000 Euro, die uns das Sozialministerium in diesem Jahr für die Trauerarbeit zur Verfügung stellt, ermöglichen uns, dieses Feld landesweit auszubauen“, so Ulrich Domdey weiter.

Dr. Carola Reimann lobt in diesem Zusammenhang die wichtige ehrenamtliche Arbeit der Hospizbewegung. „Sie stehen sterbenden Menschen und ihren Angehörigen und Freunden in der letzten Lebensphase bei. Dieses Engagement ist gar nicht hoch genug zu würdigen.“

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung verzahnt vorhandene Versorgungsangebote mit dem Ziel, Standards aufeinander abzustimmen, um noch besser kooperativ tätig werden zu können. Auch das Angebot solle erweitert werden. Getragen wird der Verein von der Landesvertretung Niedersachsen/Bremen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP Ländervertretung) und dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V. (HPVN, vormals Hospiz LAG Nds.) sowie dem Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder UG.

Das Niedersächsische Sozialministerium fördert die Arbeit des Landesstützpunktes, um die nachhaltige Qualifizierung und Weiterbildung der Ehrenamtlichen in der Hospiz- und Palliativarbeit zu gewährleisten.

Hospizinitiativen, die Bedarf an Fortbildungsangeboten für Trauerarbeit haben oder Unterstützung bei der regionalen Vernetzung in der Trauerarbeit benötigen, wenden sich an den

Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V.
Geschäftsstelle
Fritzenwiese 117
29221 Celle
Telefon: 05141-2196986
E-Mail: info@hospiz-palliativ-nds.de

Presseinformationen
Artikel-Informationen

25.02.2019

Ansprechpartner/in:
Stefanie Geisler

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