Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung Niedersachen klar Logo

Arbeitsmarkt in Niedersachsen

Arbeitsmarktdaten und Statistik


Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung beobachtet intensiv die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Bereits stark von der Corona-Pandemie belastet muss die niedersächsische Wirtschaft seit Februar 2022 zusätzlich die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verkraften. Anders als befürchtet, haben sich Pandemie und Krieg bislang aber kaum auf den niedersächsischen Arbeitsmarkt ausgewirkt. So konnte insbesondere durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden.

Im Jahresdurchschnitt 2021 ist die Arbeitslosigkeit - trotz der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie – wieder gesunken. Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen hat den drittniedrigsten Stand der letzten 20 Jahren erreicht. Lediglich in den beiden „Vor-Corona-Jahren“ 2018 und 2019 waren weniger Menschen in Niedersachsen arbeitslos. Gleichzeitig ist die Zahl der Erwerbstätigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - nach der coronabedingten Delle - wieder gestiegen und hat das Rekordniveau des Jahres 2019 erreicht bzw. mittlerweile sogar übertroffen.

Am aktuellen Rand ist die Arbeitslosigkeit zwar gestiegen, aber nach wie vor zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Der Hauptgrund für den Anstieg ist die weitere Registrierung von Geflüchteten aus der Ukraine, die seit dem 1. Juni von den Jobcentern betreut werden.

Neben der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine steht der niedersächsische Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels weiterhin vor großen Herausforderungen. Die sinkende Zahl der Erwerbspersonen im jüngeren Alter und die gleichzeitig steigende Zahl älterer Erwerbspersonen verschärfen den Handlungsbedarf in bisher nicht gekannter Art und Weise. Die stark besetzten Jahrgänge von 1955 bis 1970, die zur Babyboom-Generation gehören, bildeten im Jahr 1990 als 20- bis 35-Jährige die größte Altersgruppe bei den niedersächsischen Erwerbspersonen. Sie sind heute die 50- bis 65-Jährigen. Mit 1,47 Mio. Personen beträgt ihr Anteil an allen Erwerbspersonen aktuell 35,5 %. D.h. rund ein Drittel aller niedersächsischen Erwerbspersonen wird bis zum Jahr 2035 aus dem Arbeitsleben ausscheiden (weitere Informationen erhalten Sie hier).

Aktuelle Zahlen zur Lage auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt finden Sie in einer kompakten Darstellung in der Infospalte in den Eckwerten des Arbeitsmarktes.

Detaillierte Statistiken zum Arbeitsmarkt in Niedersachsen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit, die die amtliche Statistik über den Arbeitsmarkt nach dem Sozialgesetzbuch III (SGB III) und über die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) führt. Dazu gehören u.a. die Arbeitslosenstatistik, die Beschäftigungsstatistik, der Ausbildungsstellenmarkt, Förderstatistiken und die Statistik über die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) für alle Regionen Deutschlands.

Weitere statistische Daten für Niedersachsen können im gemeinsamen Statistik-Portal der statistischen Ämter des Bundes und der Länder oder beim Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) abgerufen werden.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln