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Ministerin Behrens: „Ukraine-Krieg zeigt einmal mehr, wie wichtig die Migrationsarbeit in Niedersachsen ist“

Fachtagung zu Migration und Integration in Stapelfeld besteht 30 Jahre


Auf die Bedeutung der Migrationsarbeit insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Fluchtbewegungen aus der Ukraine hat Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens hingewiesen. „Die niedersächsische Migrationsberatung ist und bleibt ein wesentliches Element im Rahmen von Integration und Teilhabe“, sagte die Ministerin heute anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Migrationsfachtagung in Stapelfeld (Oldenburger Münsterland).

„Mit dem brutalen und menschenverachtenden Angriffskrieg auf die Ukraine ist das Thema Flucht und Migration auf drastische Weise in unser aller Bewusstsein gerückt. Wie notwendig, bedeutend und wertvoll die Arbeit der Beratungsstellen und weiterer Institutionen in allen Fragen der gesellschaftlichen Partizipation für Menschen ist, die nach Niedersachsen kommen, haben uns die vergangenen Wochen nur zu deutlich vor Augen geführt“, so Behrens.

Die zweitägige Migrationsfachtagung an der Katholischen Akademie Stapelfeld entstand 1991 auf Initiative der Caritas und der Diakonie im Oldenburger Münsterland. Bis heute ist sie die einzige landesweite Tagung für sämtliche Migrationsberatungsstellen, Institutionen und weitere Akteurinnen und Akteure in dem Bereich. Auch in diesem Jahr werden aktuelle Entwicklungen der Migrationsarbeit beleuchtet, wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie die Bedarfe aus der täglichen Arbeit diskutiert und Empfehlungen für Politik und Verwaltung formuliert. „In der Komplexität der Themen Migration, Integration und Teilhabe trägt die Fachtagung regelmäßig zur Weiterentwicklung der Migrationsberatungsarbeit und der für diese Aufgaben zuständigen Institutionen bei“, sagte die Ministerin.

Ein fester Kooperationspartner der jährlichen Tagung ist die „Kooperative Migrationsarbeit in Niedersachsen“ (KMN). Die KMN gestaltet den Prozess von Migration und Teilhabe in Niedersachsen seit mehr als 20 Jahren wesentlich mit, indem es die Träger der niedersächsischen Migrationsberatung, die kommunalen Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe, Landes- und Bundesbehörden sowie Migrantenorganisationen miteinander vernetzt und den Austausch zwischen den Fachkräften fördert.

„Abgesehen von der fachlichen Expertise sowie einer oftmals langjährigen beruflichen Erfahrung zeichnen sich die Mitglieder des KMN-Netzwerks seit jeher durch einen hohen Grad an Empathie für die Geflüchteten und Zuwandernden aus, die oft traumatische Erlebnisse hinter sich haben. Besonders in dieser schwierigen Zeit ist der geleistete Beitrag gar nicht hoch genug zu würdigen“, so Behrens. „Als Integrationsministerin danke ich allen Beteiligten an der Migrationsarbeit ganz herzlich für das Engagement bei dieser so wichtigen Aufgabe.“

Hintergrund:

Erstmalig wurde in Niedersachsen 1991 ein Modellprojekt „Dezentrale Flüchtlingssozialarbeit“ gefördert. Durch den Erfolg des langjährigen Projektes entstand 2001 eine Richtlinie, mit der das Land die Migrationsberatung seitdem ohne Unterbrechung fördert. Annähernd 300 Beratungskräfte in Voll- oder Teilzeit stehen Ratsuchenden landesweit in den Beratungsstellen zur Verfügung und bilden durch ihre Arbeit eine Brücke in unsere Gesellschaft. Unterstützt werden sie häufig durch ehrenamtliche Kräfte. Auch im aktuellen Doppelhaushalt der Landesregierung für 2022/23 stehen dafür erhebliche Mittel zur Verfügung, für das Jahr 2022 sind es 9.920.000 Euro.


Presseinformationen

Artikel-Informationen

erstellt am:
29.04.2022

Ansprechpartner/in:
Manfred Böhling

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