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Frauen und Gesundheit


Die beste Voraussetzung für Gesundheit ist nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Lebenswelt, die gekennzeichnet ist durch Selbstverwirklichung, Partizipation und Verfügung über die eigenen Lebensumstände.

Die Verbesserung der Lebenssituation ist somit ein zentrales Thema der Gesundheitspolitik für Frauen, ebenso wie die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die meist auch nachhaltige Beeinträchtigungen der Gesundheit zur Folge hat.

Das Bild der Gesellschaft und der Medizin über den weiblichen Körper und die weibliche Gesundheit ist keineswegs wertneutral. Es steht im Zusammenhang mit traditionellen Frauenbildern und Rollenzuweisungen und den daraus resultierenden Erwartungen, Anforderungen und Konflikten. Frauen gelten als das kranke, labile und schwache Geschlecht. Und tatsächlich: Frauen erkranken häufiger als Männer, sie gehen öfter zum Arzt und sie klagen häufiger über Befindlichkeitsstörungen.

Ein Grund dafür ist, dass Frauen eine andere Sichtweise und ein anderes Empfinden für Gesundheit und Krankheit haben als Männer. Hinzukommt, dass natürliche Körperfunktionen wie Menstruation, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre zunehmend kontrolliert, pathologisiert und medikalisiert werden. Frauen können aber auch Sensibilität für Körperempfindungen zulassen und verfügen über eine größere Bereitschaft, auf Signale ihres Körpers zu hören und sie ernst zu nehmen. Dies ist eine Chance für die Gesundheit von Frauen.

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