Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Statement der Sozial- und Gesundheitsministerium Cornelia Rundt zu aktuellen Abhängigkeitszahlen

121.000 Menschen starben in einem Jahr an den Folgen des Rauchens, das sind 13,5 % aller Todesfälle. Die durch das Rauchen entstandenen Kosten belaufen sich in Deutschland jährlich auf 79,09 Mrd. Euro. Beim Alkohol sieht es nicht besser aus: 3,38 Mio. Erwachsene waren in Deutschland in den letzten zwölf Monaten von einer alkoholbezogenen Störung betroffen, 74.000 Todesfälle werden jährlich durch Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht. Das sind Zahlen, die heute die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen verkündet hat.

Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt erklärt dazu:

„Die hohen Zahlen an Abhängigen sind alarmierend, hinter jeder Abhängigkeit steht ein persönliches Schicksal. Besonders bei Kindern und Jugendlichen müssen wir intensiv aufklären, um Fehlentwicklungen vorzubeugen. Ich habe mich deshalb u.a. für ein Verbot von E-Zigaretten für Kinder und Jugendliche eingesetzt. Die Niedersächsische Landesregierung stärkt die Prävention in diesem Bereich, wir fördern die Suchthilfe in Niedersachsen 2017 mit 7,6 Millionen Euro, es gibt ein flächendeckendes Netz aus
75 Fachstellen für Suchtprävention in Niedersachsen. Es geht besonders auch darum, Kinder und Jugendliche stark und selbstbewusst zu machen, suchtprotektive Faktoren zu stärken, Informationen zu vermitteln, Risikofaktoren zu minimieren. Suchtprävention ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, verantwortlich mit Suchtmitteln umzugehen und stärkt suchtpräventive Kompetenzen wie Frustrationstoleranz und Verantwortungsbewusstsein. Vergangenes Jahr wurden in Niedersachsen 3884 suchtpräventive Maßnahmen durchgeführt, mit denen 70 000 Menschen erreicht wurden. Davon waren zwei Drittel Kinder und Jugendliche."

Mit den in Niedersachsen entwickelten Präventionsprogrammen wie „BASS- Bausteinprogramm schulische Suchtprävention", „SKOLL- Selbstkontrolltraining bei riskantem Suchtmittelkonsum", „HALT- Hart am Limit" und dem KLARSicht-Mitmachparcours werden gezielt junge Menschen erreicht. Für 14- bis 17-jährige Jugendliche wurde der Alkoholpräventionsworkshop „Tom und Lisa" entwickelt, der zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Alkohol motiviert. Gute Suchtprävention ist dynamisch und stellt sich auf aktuelle Bedarfe ein. Dies gelingt den niedersächsischen Fachkräften mit Unterstützung der jährlich vom Land mit 377.000 Euro geförderten Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen außerordentlich gut. Zurzeit ist die NLS dabei, mit „StarKids" ein Programm für suchtpräventive Arbeit mit Grundschulkindern zu entwickeln - Kinder stark machen ist ein gutes und wichtiges Motto.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

11.04.2017

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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