Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Rede der Niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt „Stärkung der Männergesundheit durch mehr Prostatakrebs-Früherkennung“

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 14.06.2017, TOP 24


- Es gilt das gesprochene Wort -

„Ich freue mich, dass der heute abzustimmende Antrag der FDP-Fraktion zur „Stärkung der Männergesundheit durch mehr Prostatakrebs-Früherkennung" die Zustimmung aller Fraktionen findet - denn dabei handelt es sich um ein sehr wichtiges Thema!

Prostatakrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung. In Deutschland erkranken jährlich ca. 60.000 Männer neu an Prostatakrebs. In Niedersachsen gibt es jährlich 6.500 Neuerkrankungen. Mit einem Anteil von 25 % ist er die häufigste Krebserkrankung bei Männern.

Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegen, dass nur 40 % aller Männer die gesetzliche Früherkennung in Deutschland in Anspruch nehmen. Die Inanspruchnahme durch jüngere Männer im Alter von 45 - 50 Jahren beträgt nur 20 %. Dabei wird bereits ab einem Alter von 45 Jahren zu dieser Vorsorgeuntersuchung geraten. Die Teilnahme an der Früherkennung steigt dann im fortgeschrittenen Alter von über 70 Jahren auf immerhin 55 %.

Wir müssen zwei Wege verfolgen: Einerseits müssen wir weiter in die wissenschaftliche Forschung zu spezifischen Tumormarkern investieren. Aber vor allem müssen wir im Hinblick auf die Ursachen und Risikofaktoren für Prostatakrebs der Primärprävention eine größere Bedeutung zukommen lassen. Männer sollen und müssen sich mehr für ihre eigene Gesundheit und die Früherkennungsuntersuchungen interessieren. Dazu ist eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit unabdingbar.

Kostenloses Informationsmaterial, z.B. Krebsfrüherkennungsbroschüren, Vorsorgepässe sowie eine „Karte" mit einem Überblick über das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm werden bereits angeboten. Darüber hinaus bemühen sich alle Akteure im Gesundheitswesen auf Landesebene um mehr Sensibilisierung für dieses Thema. Mit diesem Antrag machen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung."

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Artikel-Informationen

14.06.2017

Ansprechpartner/in:
Naila Eid

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