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14 Zentren für besondere medizinische Expertise in Niedersachsen

Gesundheitsministerin Carola Reimann überreicht 12 Kliniken Bescheide über Anerkennung als Fachzentren


Niedersachsen stellt sich weiter auf bei der qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann hat heute ausgewählten Krankenhäusern die förmlichen Bescheide zur Ausweisung als Fachzentren überreicht. Damit verfügt Niedersachen ab 2019 an 12 Krankenhausstandorten über insgesamt 14 spezialisierte Zentren, die komplexe medizinische Leistungen erbringen. „Niedersachsen verfügt über viele Krankenhäuser mit herausragend kompetenten Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen und Patienten erhalten dort medizinische Versorgung auf allerhöchstem Niveau. Es ist mir wichtig, dass wir die überregionale Bedeutung der Kliniken hervorheben und anerkennen, dass dort eine ganz besondere Expertise vorhanden ist. Mit der Ausweisung als Zentrum wird dies nun nach außen erkennbar“, erklärte Dr. Carola Reimann bei der Überreichung der Bescheide an Vertreterinnen und Vertreter der Häuser.

Der Krankenhausplanungsausschuss hatte sich bei seinen Sitzungen im September und November darauf verständigt, dass folgende Zentren Bescheide erhalten sollen:

Überregionale Traumazentren:

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg,

Marienhospital Osnabrück,

Krankenhaus Ludmillenstift Meppen


Überregionale Stroke Units: (Behandlung von Schlaganfallpatienten)

Städtisches Klinikum Braunschweig,

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg,

Klinikum Osnabrück


Zentren für Pädiatrie und Neonatologie:

Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult,

Christliches Kinderhospital Osnabrück


Onkologische Zentren:

Städtisches Klinikum Braunschweig,

Klinikum Wolfsburg,

KRH Klinikum Siloah,

Helios Klinikum Hildesheim,

Pius-Hospital Oldenburg

sowie ein Zentrum für pädiatrische Onkologie am Klinikum Oldenburg

„Ihre Häuser leisten einen wichtigen Beitrag, um allen Menschen in Niedersachsen auch weiterhin eine bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen“, bedankte sich Gesundheitsministerin Reimann bei den Vertreterinnen und Vertretern der Zentren. „Auch aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland kommen Patientinnen und Patienten zu Ihnen, was die ganz besondere Stellung der Kliniken in der Krankenhauslandschaft zeigt.“

Mit der Anerkennung als Zentrum wird aber nicht nur die besondere Bedeutung der Häuser hervorgehoben. Ihnen wird dadurch auch ermöglicht, mit den Gesetzlichen Krankenkassen über Zuschläge zu verhandeln, mit denen beispielsweise spezielle Leistungen und besondere Koordinierungsaufgaben zusätzlich vergütet werden.

„Krankenhäuser, die in Niedersachsen seltene, komplexe oder kostenaufwändige medizinische Leistungen durchführen, sollen diese auch entsprechend vergütet bekommen“, unterstrich Ministerin Carola Reimann.

Darüber hinaus unterliegen die Leistungen des Zentrums nicht dem Fixkostendegressionsabschlag. Dieser führt dazu, dass Krankenhäuser bei zusätzlich erbrachten Leistungen eine geringere Vergütung durch die Krankenkassen erhalten.

Hintergrundinformation:

Der Gesetzgeber hat keine detaillierten Anforderungen an Zentren normiert. Daher hat der Krankenhausplanungsausschuss Anforderungen erarbeitet, unter welchen Voraussetzungen Zentren in Niedersachsen ausgewählt werden. Dazu gehört zum einen die Zertifizierung von einer anerkannten wissenschaftlichen Fachgesellschaft. Zum anderen sind die Informationen für die Betroffenen (beispielsweise Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen, Durchführen regelmäßiger Patienteninformationen) sowie der Wissenstransfer über Netzwerke und Kooperationen mit anderen Krankenhäusern und Ärztinnen und Ärzten wichtige Gesichtspunkte.

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Artikel-Informationen

17.12.2018

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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