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Heute ist Weltkrebstag

Ministerin Carola Reimann: „Wir stellen uns dem Kampf gegen Krebs – mit Hilfe der Daten unserer Krebsregister können wir den Schutz der Menschen erhöhen“


Anlässlich des Weltkrebstages verweist Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann auf die verbesserte Infrastruktur in Niedersachsen zur Auswertung und Behandlung von Krebserkrankungen. „Krebs ist leider bis heute eine der häufigsten Todesursachen unserer modernen Gesellschaft, in Niedersachsen erkranken jährlich rund 50.000 Menschen daran“, so Dr. Carola Reimann: „Mit einer landesweiten Vernetzung von Krebsorganisationen und -initiativen stellen wir uns dem Kampf gegen Krebs. Mit dem Epidemiologischen Krebsregister und dem neu gegründeten Klinischen Krebsregister Niedersachsen werten wir die Entstehung und Behandlung von Krebs aus - wir erhoffen uns wichtige Hinweise, mit denen die Entstehung von Krebs zurückgedrängt und die Behandlung der Patientinnen und Patienten verbessert wird.“


Für eine bessere Vorsorge, Früherkennung, Therapie und Forschung wird am heutigen Weltkrebstag geworben. Im Rahmen der „Nationalen Dekade gegen den Krebs“ wollen Bundesforschungs- und Bundesgesundheitsministerium Studien zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen fördern. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann, selbst Biotechnologin, verweist auf vielversprechende Fortschritte in der Krebsforschung und -therapie.
In Niedersachsen werden Daten zur Entstehung und Behandlung von Krebs durch das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) und das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) erfasst. Das EKN führt beispielsweise fortlaufend ein gemeindebezogenes Krebs-Monitoring für Niedersachsen durch. Das Land möchte damit erreichen, dass frühzeitig regionale Häufungen von Krebserkrankungen („Cluster“) aufgedeckt und von der Registerstelle des EKN statistisch ausgewertet werden. Mit den gewonnenen Daten sollen Gesundheitsgefährdungen für Bürgerinnen und Bürger erkannt, analysiert und beseitigt werden.


Grundsätzlich können Krebshäufungen laut dem EKN bedingt sein durch Unterschiede im Meldeverhalten der Ärztinnen und Ärzte, Früherkennungsmaßnahmen (zum Beispiel durch die regional unterschiedliche Entdeckung von frühen Krebsstadien oder Vorformen), ungleichmäßige regionale Verteilung von individuellen Lebensstilfaktoren, wie zum Beispiel Rauchen, oder von genetischen Risiken, Umwelt- oder arbeitsplatzbezogene Faktoren. Sie können aber auch rein zufällig auftreten. „Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung“, erläutert Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Jeder Mensch kann dank eines gesunden Lebensstils zu seiner langfristigen Gesundheit beitragen: rauchfrei leben, sich viel bewegen, weitgehend auf Alkohol verzichten, sich vor gefährlicher UV-Sonnenstrahlung schützen.“ Dr. Carola Reimann ist in diesem Jahr Schirmherrin für den 9. Krebsinformationstag am 16. Februar 2019 in Hannover.


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Hintergrund:

Der Weltkrebstag wird seit 2007 von der Welt-Krebsorganisation UICC ausgerufen. Nach Angaben der UICC erkranken weltweit jährlich über 12 Millionen Menschen an Krebs und etwa 8 Millionen sterben an den Folgen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf den Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung sowie den aktuellen Entwicklungen auf den Gebieten der Diagnose, Therapie und Nachsorge. Mehr zur Weltkrebsorganisation unter: https://www.uicc.org/

Presseinformationen
Artikel-Informationen

04.02.2019

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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