Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

„Bildband und Fotoausstellung zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl“

Gemeinsam mit dem deutschen Fotografen Rüdiger Lubricht und dem Weißrussen Anatol Kljashtchuk hat die Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" eine Ausstellung in der art gallery der NORD/LB Hannover (Laufzeit bis 30.06.2006) und einen Fotoband mit dem Titel "Tschernobyl 1986-2006. Leben mit einer Tragödie" konzipiert. Es geht um die fotografische Auseinandersetzung mit den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen. Die fotografische Herausforderung wird durch zwei Fotografen unterschiedlicher Nationalität und Biographie sowie mit einem unterschiedlichen fotografischen Ansatz gemeistert:

Anatol Kljashtchuk, geb. 1957, lebt in Minsk, ist gelernter Schlosser und Journalist und arbeitet seit 1985 als Fotojournalist in Weißrussland. Er verfolgt seit Jahren das Schicksal von Familien und Kindern, die mit Krankheit, Leid und Tod konfrontiert sind. Er besucht sie in den Kinderkliniken und zu Hause und aktualisiert seine "Bildergeschichten" fortlaufend. Anatol Kljashtchuk bietet die Ansichten eines "Insiders", der im vom der Tschernobyl-Katastrophe am stärksten betroffenen Land selbst lebt und arbeitet.

Der deutsche Fotograf Rüdiger Lubricht, geb. 1947, lebt und arbeitet in Worpswede/ Deutschland. Er hat sich u.a. mit Landschaft und Architektur fotografisch auseinandergesetzt und liefert die Ansichten eines "Außenstehenden", der sich dem Thema als interessierter und engagierter Betrachter neu zuwendet. Die Landschaft und weitere Umgebung der Tschernobyl-Region 20 Jahre nach der Katastrophe sind sein Schwerpunkt. Sein fotografisches Blickfeld sind "3 Räume" der Tschernobylregion, die "Verlassenen Räume", die "Wieder gewonnenen Räume" und die "Medizinischen Räume",

Die inhaltliche Herausforderung besteht in der fotografischen Darstellung einer Katastrophe, deren Merkmal gerade ist, dass man sie nicht sieht. Rüdiger Lubricht hat mehrere Reisen als Mitglied von Delegationen der Landesstiftung in die Tschernobyl-Region unternommen. Er hat die Arbeitsweise der Stiftung und die Arbeits- und Lebensumstände seines belarussischen Kollegen Anatol Kljashtchuk kennen gelernt und seine eigene Sicht auf die Tschernobyl-Region entwickelt.

Der Bildband ist vom Niedersächsischen Sozialministerium anlässlich der Ausstellungseröffnung am 26.04.2006 in der NORD/LB präsentiert worden.
Er hat das Format 28 x 25 cm, umfaßt 163 Seiten und ist zum Preis von 28,90 € inkl. MWSt bei der Geschäftsstelle der Landesstiftung gegen Rechnung zu beziehen.
Ansprechpartnerin ist Frau Birgit Hohnschopp, Tel.: 0511-120-4186, E-Mail: Birgit.Hohnschopp@ms.niedersachsen.de
Der Erlös des Fotobandes kommt den Kindern von Tschernobyl direkt zu Gute.
Die Fotoausstellung ist sehr gefragt. Weitere Ausstellungen der beiden Fotokünstler im In- und Ausland werden folgen.

Der NORD/LB gilt unser besonderer Dank für die großzügige finanzielle Unterstützung, ohne die wir das Buchprojekt nicht hätten realisieren können. Weiter danken wir für die finanzielle Unterstützung auch der Ärzte- und Apothekerbank sowie der Versicherungsgruppe Hannover. Rüdiger Lubricht danken wir für sein immenses Engagement und die Übernahme der Ausstellung.

im Reaktor Tschernobyl

Fotograf Rüdiger Lubricht

Cover und Fotoseite
des Bildbandes

 Tschernobyl 1986 - 2006

 Fotoseite

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