Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Wohnraumförderung in Niedersachsen

Förderung der energetischen und/oder altersgerechten Modernisierung


Was wird gefördert?

Gefördert wird die energetische Modernisierung von Gebäuden im Mietwohnungs- und Eigenheimbereich, die bis zum 01.01.1995 fertig gestellt worden sind. Dazu zählen insbesondere Investitionen für Maßnahmen zum Zwecke der CO2 - Minderung und Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie

die nachträgliche Wärmedämmung der Gebäudewände, des Daches, der Kellerdecke oder von erdberührten Außenflächen beheizter Räume,

die Fenstererneuerung,

die Erneuerung von Heizungstechnik auf Basis fossiler Brennstoffe,

Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger.

Bei Durchführung der Maßnahmen sind mindestens die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der jeweils gültigen Fassung einzuhalten.

Im Eigenheimbereich wird die altersgerechte Modernisierung gefördert. Dazu zählen z.B.

barrierereduzierende Maßnahmen beim Wohnungszugang,

Anpassung der Raumgeometrie von Wohn- und Schlafräumen sowie Küche, Bad und Flur,

Anpassung von Bedienelementen und Sanitärobjekten.

Förderfähig im Zusammenhang mit der Durchführung der energetischen und/ oder altersgerechten Modernisierung sind auch weitere Modernisierungsmaßnahmen, z.B. die Verbesserung des Zuschnitts der Wohnung, der Belichtung und Belüftung, des Schallschutzes, der Energieversorgung, der Wasserversorgung und der Entwässerung, der sanitären Einrichtungen, der Beheizung, der Funktionsabläufe in der Wohnung, der Sicherung vor Diebstahl und Gewalt.

Welche Fördervoraussetzungen bestehen?
Eine Förderung im Eigenheimbereich kann erfolgen, wenn

das Einkommen der Antragstellerinnen und Antragsteller die durch Rechtsverordnung des Landes festgelegten Einkommensgrenzen nicht überschreitet,

in die Finanzierung des Objektes ein Eigenkapitalanteil von in der Regel 15 % der Gesamtkosten einfließt (Eigenleistungen können angerechnet werden) und

die aus der Finanzierung resultierende Belastung für die Wohneigentümer dauerhaft tragbar ist.

Die Förderung eines Mietwohnobjektes erfolgt, wenn der Vermieter sich vertraglich verpflichtet,

die Wohnungen vom Abschluss der Modernisierungsmaßnahme bis zum Ablauf der Belegungsbindung - bei Gewährung eines Tilgungsnachlasses 30 Jahre - bei Mieterwechsel nur an Mieterinnen und Mieter zu vergeben, deren Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten und

die vom Land festgelegte anfängliche Miethöhe nicht zu überschreiten.

Die Förderung setzt ferner einen Eigenkapitalanteil von in der Regel 25 % der Gesamtkosten, mindestens jedoch 15 % voraus.

Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt in der Regel mit anfänglich zinslosen Darlehen. Darüber hinaus kann ein Tilgungsnachlass nach Ablauf des 20. Jahres nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme in Höhe von 15 % des Darlehensursprungsbetrages gewähret werden, wenn Mietwohnraum für Menschen mit geringen Einkommen geschaffen wird.Die Förderkonditionen im Einzelnen ergeben sich aus dem Internet-Angebot der NBank, Hannover.

Wo gibt es Beratung, wo können Anträge gestellt werden?
Fragen zu den Förderkonditionen im Rahmen des Mietwohnungsbaus beantworten

  • die örtlichen Wohnraumförderungsstellen bei den Landkreisen, kreisfreien und großen selbständigen Städten sowie selbständigen Gemeinden; diese nehmen auch Förderanträge entgegen;
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Förderberatung der NBank, Tel. 0511/30031-333, Fax 0511/30031-11333, E-Mail: wohnraum@nbank.de
Energetische Modernisierung

Merkblätter der NBank

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