Gesundheitsminister Philippi begrüßt EU-Plan gegen Hitzewellen: „Klimaresilienz im Gesundheitswesen muss oberste Priorität haben"
In ihrer alljährlichen Rede zur Lage der Union hat die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen gestern im Europaparlament einen europäischen Plan gegen die Folgen von Hitzewellen angekündigt. Die Kommissionschefin sprach von mehr als 35.000 zusätzlichen Todesfällen während der Hitzewellen in diesem Jahr. Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, diesjähriger Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, begrüßt das Vorhaben und fordert entschlossenes Handeln für mehr Klimaresilienz im Gesundheitswesen:
„Eines ist in den vergangenen Sommern klar geworden: Wir brauchen dringend eine höhere Klimaresilienz und müssen die kommenden Monate nutzen, um auf die nächste Hitzewelle besser vorbereitet zu sein. Klimaresilienz im Gesundheitswesen muss oberste Priorität haben. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hitzezeiten stellt gerade für sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen eine wachsende Herausforderung dar. Der Schutz besonders vulnerabler Gruppen muss dabei Maßstab unseres Handelns sein. Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige sollten medizinische und pflegende Einrichtungen als Schutzraum wahrnehmen und nicht als Hitzeglocke. Es ist gut, dass auch die Europäische Kommission sich nun der Hitzeproblematik im Gesundheitswesen mit dem für Oktober angekündigten European Heatwave Plan annimmt.
Länder und Kommunen können die bevorstehenden Herausforderungen der kommenden Hitzesommer nicht alleine stemmen. Die Europäische Union muss dies künftig in ihrem mehrjährigen Finanzrahmen berücksichtigen und insbesondere für die Fortschreibung nach 2027 finanzielle Mittel für Hitzeschutz im Gesundheitswesen vorsehen. Flankiert werden müssen die Pläne der Europäischen Kommission aber dennoch mit dem avisierten Sofortprogramm des Bundes. Nur so können Krankenhäuser und Pflegeheime gezielt gefördert werden. Zusätzliche hitzeschützende Maßnahmen wie der Anbau von Markisen, aber auch Erneuerungen und Anschaffungen von klimafreundlicheren betriebstechnischen Anlagen müssen vom Bund finanziert werden.“
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erstellt am:
17.09.2026
