Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Förderschwerpunkte

Im Rahmen des Projekts „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ bestehen zwei Förderschwerpunkte:


1. Budget zur Strukturbildung und Umsetzung von regional wirkender Versorgungsprojekte

Das Land gewährt Zuwendungen, um Gesundheitsregionen beim Auf- und Ausbau neuer bzw. zusätzlicher Strukturen zu unterstützen. Dafür werden jährlich bis zu 13.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Wesentliche Strukturelemente sind:

  • Durchführung einer regelmäßigen regionalen Gesundheitskonferenz (z. B. in Form einer Fachtagung), die dazu dient, Themen für die gemeinsame Arbeit zu generieren und Austauschmöglichkeiten zu schaffen
  • Aufbau einer regionalen Steuerungsgruppe, gesteuert durch die kommunale Verwaltungsspitze
  • Einrichtung von Arbeitsgruppen zu den regionalen Themenschwerpunkten, die bereits bestehende Gremien und Strukturen vor Ort einbeziehen können
  • Einsatz einer Koordinatorin bzw. eines Koordinators, der die Arbeit in den Gesundheitsregionen vor Ort steuert


2. Förderung von für die betreffende Region neue Versorgungs- und/oder Kooperationsprojekte

Den zweiten Förderschwerpunkt bilden für die betreffende Region neue Versorgungs- und/oder Kooperationsprojekte in den jeweiligen Gesundheitsregionen. Idealerweise decken diese die spezifischen regionalen Bedürfnisse ab und sind zugleich auch in ihren Grundstrukturen übertragbar auf andere Regionen. Die Gesundheitsregionen haben dabei einen Eigenanteil von 10 % der Projektkosten zu tragen. Voraussetzung für die Förderung ausgewählter Projekte ist die Zustimmung des „Lenkungsgremiums Gesundheitsregionen“, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie der Ärztekammer Niedersachsen, der AOK Niedersachsen, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, dem Verband der Ersatzkassen, dem BKK Landesverband Mitte Niedersachsen sowie der IKK classic zusammensetzt. An die Förderung von innovativen Projekten ist jedoch die Bedingung geknüpft, dass zunächst kommunale Netzwerkstrukturen (s.o. Schwerpunkt 1) gebildet werden. Vorgesehen ist die Förderung von Projekten insbesondere aus folgenden Bereichen:

  • Sektorenübergreifende Versorgung
  • Nachwuchsgewinnung (medizinischer und pflegerischer Bereich)
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Ansiedlung von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten
  • Entlastung von Ärztinnen und Ärzten (z. B. durch Delegation)

Insgesamt stellt die Landesregierung in den Jahren 2014 bis einschließlich 2017 600.000 Euro zur Verfügung.

Die AOK Niedersachsen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, den Ersatzkassen sowie der BKK Landesverband Mitte Niedersachsen stellen für die Projektförderung jährlich insgesamt weitere 430.000 Euro zur Verfügung.

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