Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Plenum 1. März - Mündliche Anfragen - Frage 32

Wann könnte ein neues Klinikum in Walsrode kommen?


Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann hat namens der Landesregierung auf eine Mündliche Anfrage der Abgeordneten Jan-Christoph Oetjen, Sylvia Bruns, Susanne Victoria Schütz und Björn Försterling (FDP) geantwortet.

Die Abgeordneten Jan-Christoph Oetjen, Sylvia Bruns, Susanne Victoria Schütz und Björn Försterling (FDP) hatten gefragt:

Im Heidekreis könnte Presseberichten zufolge in den kommenden Jahren ein neues Krankenhaus gebaut werden. Der Aufsichtsrat der Heidekreis-Klinikum GmbH soll einstimmig beschlossen haben, mit entsprechenden Planungen zu beginnen.

Derzeit besteht das Klinikum aus zwei Standorten, einem in Soltau und einem in Walsrode. Die Option einer zentralen Klinik in der Region soll nun geprüft werden.

Das Sozialministerium will laut NDR den Heidekreis beim Bau des Krankenhauses unterstützen und geht von Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro aus. Anderen Quellen zufolge betragen die Kosten zwischen 150 und 200 Millionen Euro, wovon der Landkreis etwa 50 Millionen Euro tragen müsste.

  1. Unterstützt das Land ein solches Konzept?

  2. Gibt es schon eine konkretere Kostenschätzung und, wenn ja, wie sieht diese aus?

  3. Wie lange wird es voraussichtlich dauern, bis der Bau des Krankenhauses abgeschlossen ist, und welche Zwischenschritte sind geplant (wann werden die Mittel in den Krankenhausplan eingestellt, wann wird das Projekt ausgeschrieben ...)?

Ministerin Dr. Carola Reimann beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung:

Im Landkreis Heidekreis betreiben die Heidekreiskliniken die Akutkrankenhäuser in Soltau und in Walsrode. Das Heidekreisklinikum Soltau verfügt über 133 Betten in den Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie. Das Heidekreisklinikum Walsrode verfügt über 236 Betten in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kinderheilkunde, Orthopädie, Urologie sowie Psychiatrie. Hinzu kommen 31 teilstationäre Plätze in der Psychiatrie.

Zu 1.:

Das Land Niedersachen unterstützt die Planungen des Trägers, im Landkreis Heidekreis die Krankenhausversorgung an einem Standort zu konzentrieren. Die derzeitige Struktur mit zwei Standorten in Soltau und Walsrode mit den Doppelvorhaltungen in der Inneren Medizin und Chirurgie ließe sich zusammenführen an einem Standort.

Zu 2.:

Es gibt derzeit noch keine valide Kostenschätzung, da vor einer Kostenschätzung Grundsatzfragen der Zusammenführung sowie der zukünftigen Kapazitäten und Leistungsstrukturen geklärt werden müssen.

Zu 3.:

Eine zeitliche Prognose ist derzeit noch nicht möglich. Die Dauer des Verfahrens hängt wesentlich von der Vorlage konkreter und entscheidungsreifer Anträge des Trägers und den Beratungen im Planungsausschuss ab. Aktuell wird trägerintern sowie im Landkreis Heidekreis die Machbarkeit einer „Einhauslösung" eingehend geprüft. Anträge liegen dem Land noch nicht vor.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

01.03.2018

Ansprechpartner/in:
Naila Eid

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