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Schutz von Frauen, Familien und Kindern in Zeiten von Corona

In Zeiten, in denen wir uns aufgrund der Corona-Pandemie möglichst zu Hause aufhalten sollen und soziale Kontakte weitgehend eingeschränkt sind, steigt auch die Zahlen der Krisen und Notlagen. Häusliche Enge, finanzielle Probleme und Zukunftsängste, sind Stressfaktoren, die zu Auseinandersetzungen, Krisen und familiärer Gewalt führen können.

Von Gewalt bedrohte Frauen können sich telefonisch oder per Email an einer der 44 Gewaltberatungsstellen wenden, von denen einige auch Online-Beratung anbieten. Die 42 Frauenhäuser nehmen von Gewalt betroffene Frauen auf. Eine Ausnahme bilden Frauen, die unter Quarantäne stehen, hier wird durch die Polizei das Gewaltschutzgesetz angewendet und der Täter muss die Wohnung verlassen.

Zudem steht Anruferinnen rund um die Uhr das bundesweite Hilfetelefon 08000 116 016 zur Verfügung.

Auch für schwangere Frauen in Konfliktlagen gibt es weiterhin Angebote wie das Hilfetelefon für „Schwangere in Not“ 0800 40 40 020. Das Gespräch ist vertraulich und kann kostenfrei und auf Wunsch anonym und in mehreren Sprachen erfolgen. Darüber hinaus gibt es eine Chat- und E-Mail-Beratung über die Webseite www.geburt-vertraulich.de

Weitere Kontaktadressen finden Sie hier: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/frauen_gleichstellung/beratungs_und_serviceangebote/


Auch das Unterstützungssystem für den Kinderschutz in Niedersachsen steht mit den vielen Beratungs- und Unterstützungsangeboten weiter zur Verfügung. Auf der Website www.kinderschutz-niedersachsen.de sind die Angebote zu finden, die in Niedersachsen zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien in Krisensituationen vorgehalten werden.

Dazu zählt zum Beispiel die Nummer gegen Kummer 116 111 bei der Kinder und Jugendliche Rat und Unterstützung von professionellen Fachkräften erhalten.

Weiterhin ansprechbar sind auch die Jugendämter in den Landkreisen und Kommunen.


Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann bittet die Bürgerinnen und Bürger darum, Menschen in Not, zum Beispiel in der Nachbarschaft, auf diese Angebote hinzuweisen oder selbst anzurufen, wenn sie Zeuge von Misshandlungen werden.


Nachbarschaftliche Solidarität ist ein wichtiger Ansatz zur Prävention von häuslicher Gewalt. Wir alle sind gefragt, genauer hinzuhören und Zivilcourage zu beweisen, natürlich ohne uns selbst dabei in Gefahr zu bringen. Zur Sensibilisierung für dieses wichtige Thema hat die Koordinierungsstelle „Häusliche Gewalt“ beim Landespräventionsrat Niedersachsen im Nds. Justizministerium gemeinsam mit dem Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Kampagne „Hast du das auch gehört?“ gestartet. Alle Informationen hierzu gibt es unter www.auchgehoert.de


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