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Zwangsheirat / Zwangsehe

Im Rahmen des niedersächsischen Handlungskonzeptes „Zwangsheirat ächten – Zwangsehen verhindern" ist eine Reihe von niedrigschwelligen Angeboten für Betroffene und präventiven Maßnahmen gegen Zwangsheirat/Zwangsehen geplant und durchgeführt worden.

Betroffene Mädchen und Frauen, Jungen und Männer und Paare in Niedersachsen sowie Drittbetroffene (z.B. Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen von Behörden oder Beratungsstellen) können sich beim Krisentelefon gegen Zwangsheirat zu Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Zwangsheirat / Zwangsehe sachkundig informieren und austauschen.

Sie können sich aus eigener Initiative telefonisch oder per E-Mail melden. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym. Daneben gibt es Auskünfte, wer regional qualifiziert bei Problemen beraten kann.


Tel.: 0800 0667 888 (kostenlos)

Offene Sprechstunde
Montag-Donnerstag 9:00-16:00 Uhr
Freitag 9:00-13:00 Uhr

Sprachen
Deutsch, Arabisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmanci, Sorani und Türkisch (weitere Sprachen auf Anfrage)

E-Mail: zwangsheirat@kargah.de


Mit der Einrichtung "Ada" gibt es eine anonyme Wohngruppe und Schutzeinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Sie kann per E-Mail erreicht werden.

Das Niedersächsische Sozialministerium und das Niedersächsische Justizministerium haben eine Handlungsempfehlung für Fachleute herausgegeben, die von Familienrichtern und sozialpädagogischen Fachkräften in Kooperation mit der AGJÄ erstellt worden ist. Das Niedersächsische Kultusministerium hat zusammen mit einer Mitarbeiterin des Krisentelefons sowie Familienrichtern eine Handreichung für Lehrkräfte veröffentlicht.

Jugendämter, einige Familiengerichte, einige Ausländerbehörden und einige Dienststellen der Polizei haben Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Problematik von Zwangsverheiratung benannt.

Damit die Jugendämter vom jahrelangen Erfahrungsschatz der Mitarbeiterinnen des Krisentelefons partizipieren können, hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung den Projektträger kargah e.V. gefördert, ein besonderes Schulungskonzept zur Verhinderung von Zwangsehen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendämtern zu erarbeiten. Ab Oktober 2011 werden auf Grundlage dieses Schulungskonzeptes kostenfreie Inhouse- Fortbildungen in den interessierten Jugendämtern angeboten.

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