Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

IVENA

Notfallversorgung verbessern und Zeitverzögerungen im Rettungsdienst minimieren


Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung ist im Dezember 2015 mit dem Modellprojekt IVENA in der Region Osnabrück gestartet.
Dabei handelt es sich um ein neues, internetbasiertes System, das Behandlungs- und Bettenkapazitäten der regionalen Krankenhäuser anzeigt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und den weiterversorgenden Kliniken zu verbessern und damit Zeitverzögerungen während der Behandlung von Notfallpatienten zu minimieren. IVENA steht für „Interdisziplinärer-Versorgungsnachweis".

Neben den freien Kapazitäten von Krankenhäusern zeigt er auch deren jeweilige medizinischen Fachbereiche und spezielle Behandlungsmöglichkeiten auf. Bisher musste der erstversorgende Rettungsdienst durch Telefonate freie Behandlungskapazitäten von Krankenhäusern erfragen. Mit IVENA werden Zeitverzögerungen bis zur letztendlichen Versorgung von Notfallpatienten in den Kliniken verringert. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die angeschlossenen Krankenhäuser frühzeitig ein Krankheitsbild der Patientinnen und Patienten erhalten und so notwendige Untersuchungen vorbereiten können.

Die Disponenten der Regionalleitstelle können bei einer drohenden Überlastung eines Krankenhausstandorts korrigierend eingreifen. Die Kliniken nutzen das System, um ggf. eine Überlastung z. B. einzelner Klinikabteilungen und dem Rettungsdienst frühzeitig eine eingeschränkte Versorgungsmöglichkeit von Notfallpatienten mitzuteilen.
Das Pilotprojekt ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Derzeit ist geplant, nach Abschluss der Testphase das System flächendeckend in Niedersachsen einzuführen. IVENA wird auch schon in der Region Hannover, im
Landkreis Heidekreis sowie im Bereich der Großleitstelle Oldenburger Land eingesetzt.

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