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LINGA Woche zeichnet Konzepte gegen Einsamkeit im Alter aus

Staatssekretär Heiger Scholz: Von Gemeinschaftsprojekten vor Ort profitieren alle, die Seniorinnen und Senioren, die ihre Kompetenz und ihr Wissen einbringen können, sowie die Menschen im Quartier insgesamt


Mehr als 50 Studierende von fünf Hochschulen haben im Rahmen der 10. LINGA Woche (12. bis 17. Mai) neue Konzepte, Produkte und Dienstleistungen zum Thema „Gemeinsam statt einsam – soziale Teilhabe im Quartier“ entwickelt. Die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) zeichnete jetzt die drei innovativsten Ideen aus: Das Konzept für ein höhenverstellbares Hochbeet für rückenschonendes und generationsübergreifendes Gärtnern überzeugte die Jury und sicherte sich Platz eins. Die Initiative „HERZensGUT“ möchte Menschen beim gemeinsamen Essen zusammenführen und belegte mit diesem Konzept Platz zwei. Der dritte Preis ging an das „Puzzle-Konzept WMC“. Hier bringt das gemeinsame Spiel die Generationen zusammen.

Im Alter bekommt das Wohnquartier für die Menschen eine besondere Bedeutung. Alt und Jung ergänzen sich hier im Idealfall. Heiger Scholz, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, hierzu: „Ältere Menschen verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz. Von Gemeinschaftsprojekten vor Ort profitieren alle, die Seniorinnen und Senioren, die ihre Kompetenz und ihr Wissen einbringen können, sowie die Menschen im Quartier insgesamt.“

„Der demografische Wandel macht sich auch in der Region Hannover bemerkbar“, unterstreicht Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover und Mitausrichterin der diesjährigen LINGA Woche. „Unser Ziel ist es, dass Seniorinnen und Senioren möglichst lange eine hohe Lebensqualität haben. Soziale Kontakte sind dafür ein wichtiger Baustein. Ich finde es beeindruckend, wie viele innovative Ideen gegen Einsamkeit in dem kurzen Zeitraum der LINGA Woche entstanden sind.“

Die Studierenden arbeiteten eine Woche lang in hochschulübergreifenden, interdisziplinären Teams. Alle Ideen verfolgten das Ziel, durch eine stärkere Vernetzung der Menschen Einsamkeit vorzubeugen und älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Das fachliche Spektrum reichte in diesem Jahr von Stadt- und Regionalmanagement über Gerontologie und Pflege bis zu Architektur, Assistiven Technologien, Physiotherapie und Design. Die Preisträger erhielten insgesamt 3.000 Euro Preisgeld.


Hintergrund

Die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) begünstigt „Soziale Innovationen für Generationen“. Seit 2006 arbeiten unter dem Dach der LINGA mehr als 80 Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Initiativen, Wirtschaftsverbände und Seniorenvertretungen als offenes Netzwerk auf Landes- und Bundesebene zusammen.

Unter dem Motto „Der Nachwuchs forscht fürs Alter“ beteiligt die LINGA Woche jährlich sechs bis acht Hochschulen. Dabei verfolgt LINGA das Ziel, Studierende frühzeitig für das Thema „Altern als Chance“ zu sensibilisieren. Da unterschiedliche Fachbereiche beteiligt werden, sollen Innovationen und Ideenfindung vorangetrieben werden.

Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.linga-online.de

Presseinformationen
Artikel-Informationen

20.05.2019

Ansprechpartner/in:
Stefanie Geisler

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