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Land führt erstmals „Woche der beruflichen Bildung“ durch – Wertschätzung und Anerkennung der betrieblichen und vollschulischen Ausbildung

Sozialministerin Carola Reimann besucht das Bildungszentrum am Marienstift und das Berufsbildungszentrum der Lebenshilfe in Braunschweig


Die Niedersächsische Landesregierung setzt ein klares Zeichen für die berufliche Bildung: Die Kabinettsmitglieder und die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre beteiligen sich vom 1. bis 7. April 2019 an der ersten niedersächsischen „Woche der beruflichen Bildung“. Ministerpräsident Stephan Weil sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Niedersächsischen Landesregierung besuchen Orte der beruflichen Bildung und werben im ressortbezogenen Kontext für die berufliche Bildung.

Bei den Besuchen stehen die Anerkennung der dualen und der vollschulischen Ausbildung sowie ihre Wertschätzung im Vordergrund. Die berufliche Ausbildung wird dabei als Alternative zu einem Hochschulstudium ebenso thematisiert wie ihre Anschlussfähigkeit an alle Angebote der beruflichen Weiterbildung oder zu einem Hochschulstudium. Zudem verdeutlicht die „Woche der beruflichen Bildung“ die große Vielzahl an Berufs- und Karriereoptionen für junge Menschen.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann machte sich gleich von zwei Institutionen ein persönliches Bild vor Ort. Sie besuchte das Bildungszentrum am Marienstift und das Berufsbildungszentrum der Lebenshilfe in Braunschweig. Beeindruckt von dem pädagogischen Angebot sagte sie: „Jungen Menschen eröffnen sich hier großartige Chancen, Berufe zu erlernen und auszuüben, die in Zeiten des demografischen Wandels sehr wichtig und auch dringend notwendig sind. Mit dem Fachkräftenachwuchs im Bereich Alten-, Gesundheits-, und Krankenpflege wirken wir dem Pflegenotstand in Niedersachsen entgegen. Menschen mit Behinderungen ermöglichen wir einen Einsatz in einer gemeinnützigen Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. So geht volle Teilhabe – im persönlichen wie beruflichen Umfeld.“

Auf der umfangreichen Besuchsliste stehen Ausbildungsbetriebe, Berufsbildende Schulen, Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung der Gesundheitsfachberufe und vollzeitschulischen sozialen Berufe und überbetriebliche Bildungsstätten.

Das von Sozialministerin Carola Reimann besuchte Bildungszentrum am Marienstift gehört zur Evangelischen Stiftung Neuerkerode. Insgesamt 136 Pflegeschülerinnen und -schüler lassen sich hier aktuell im Bereich Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege ausbilden. Die pädagogischen Schwerpunkte der „Offenen Schule zum Leben & Lernen“ zielen auf die Gesundheitsförderung, das Stärken der Schulgemeinschaft sowie auf zahlreiche Maßnahmen zur Integration, Inklusion und Schulsozialarbeit. Die Förderung der Medienkompetenz wird u.a. durch die Teilnahme an „Zukunft Bilden“ und Einsatz von Tablets und elektronischen Lehrbüchern (CNE) unterstützt. Eine Vernetzung mit außerschulischen Lernorten führt zur Steigerung der Handlungskompetenz in komplexen Pflegesituationen. Außerdem steht das Bildungszentrum in den Startlöchern zur Implementierung der neuen generalistischen Pflegeausbildung, die ab 2020 bundesweit eingeführt wird.

Besuch des Bildungszentrums Marienstift

 
© Petra Neu Ev. Stiftung Neuerkerode
 
© Petra Neu
Foto Nr. 1 zeigt von links nach rechts: Diana Vololotatamo, Joan Diego Gomez Duque (beide Auszubildende in der Altenpflege im zweiten Jahr), Rüdiger Becker (Direktor Evangelische Stiftung Neuerkerode), Sozialministerin Dr. Carola Reimann, Margrit Weithäuser (Schulleiterin Bildungszentrum Marienstift), Samuel Kofi Acheampong, Viktoria Haese (beide Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege im dritten Jahr)
Das Berufsbildungszentrum der Lebenshilfe Braunschweig orientiert sich mit seinen angebotenen Ausbildungsmaßnahmen für Menschen mit Beeinträchtigung an den regulären Ausbildungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Hier können Menschen mit Beeinträchtigung je nach Interessen und Fähigkeiten wählen, in welchem Bereich sie später tätig sein möchten: Garten- und Landschaftspflege, Großküche mit Catering, Montage, Handwerk oder auch kaufmännische Berufsfelder stehen unter den zertifizierten Einsatzmöglichkeiten zur Wahl. Ergänzend zu ihrer fachbezogenen beruflichen Bildung können sich die Auszubildenden weiter qualifizieren. Die Angebote umfassen unter anderem Computer und EDV, Arbeitsschutz und Gesprächsführung. Darüber hinaus stehen lebenspraktisches Lernen wie Sport, Kunst, Musik sowie gesunde Ernährung auf dem Programm.

Besuch des Berufsbildungszentrums der Lebenshilfe Braunschweig

 
© Elke Franzen Lebenshilfe Braunschweig
 
© Elke Franzen
Presseinformationen
Artikel-Informationen

04.04.2019

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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