Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Persönliches Budget

Bisher wurden Sozialleistungen zur Teilhabe regelmäßig in Form von Sachleistungen bewilligt. §17 des SGB IX sieht jedoch vor, dass wahlweise auch ein konkreter Geldbetrag – ein persönliches Budget - unmittelbar an den behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen gezahlt werden kann. Dieser Betrag deckt den Unterstützungs- und Hilfebedarf des behinderten Menschen, der wiederum selbstständig und eigenverantwortlich die erforderlichen Sach- und Dienstleistungen auswählen und "einkaufen" kann. Menschen mit Behinderung werden somit zum Kunden auf dem Markt der Leistungsanbieter.

Ziel ist es, behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen durch das persönliche Budget ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern.

Das persönliche Budget kann auch als trägerübergreifende Komplexleistung gewährt werden. Um ein trägerübergreifendes persönliches Budget zu beantragen, reicht es aus, wenn sich der Antragsteller an einen der zuständigen Leistungsträger oder an eine der gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger wendet. Von dort aus werden dann die einzelnen Leistungen der verschiedenen Träger koordiniert, sodass der Budgetnehmer schließlich ein Budget erhält, in dem die gesamten Leistungen z.B. der Sozialhilfe und der Pflegekasse berücksichtigt werden.

Das Land Niedersachsen hat 2004/2005 zum persönlichen Budget ein Modellvorhaben durchgeführt. Im Zuge dieses Vorhabens erprobten das persönliche Budget insgesamt 53 Menschen mit Behinderung in den Landkreisen Emsland und Osnabrück sowie in der Stadt Braunschweig.

Seit dem 01.01.2008 besteht ein Rechtsanspruch auf ein persönliches Budget.

In Niedersachsen wird ab dem 01.01.2008 modellhaft das Budget für Arbeit erprobt. Es soll dazu beitragen, dass Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten.

Persönliches Budget

Modellvorhaben zur Einführung persönlicher Budgets für Menschen mit Behinderungen

 - Abschlussbericht -
(0,55 MB)

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