Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Betreuungsangebote für Kinder mit Behinderungen

a) Integrative Kindergartenbetreuung

Das Angebot einer integrativen Kindergartenbetreuung richtet sich an behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder ab dem 3. Lebensjahr. In einer so genannten integrativen Kindergartengruppe werden Kinder mit Behinderungen und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut.

Die heilpädagogische Förderung der Kinder mit Behinderung beinhaltet behinderungsspezifisch erforderliche Fördermaßnahmen wie beispielsweise:

  • Entwickeln und fördern der Selbständigkeit, vor allem für Dinge des täglichen Lebens
  • Förderung der emotionalen, körperlichen und geistigen Entwicklung
  • Förderung der Konzentration und der Ausdauer
  • Entwickeln der Antriebskräfte
  • Entwickeln und fördern des Sozialverhaltens

Die Kosten für die Betreuung des Kindes mit Behinderung in einem integrativen Kindergarten trägt das Land. Ende des Jahres 2008 wurden landesweit über 3.900 Kinder mit Behinderung in mehr als 1.000 integrativen Gruppen in Regelkindergärten gefördert und betreut.

Nähere Auskünfte erteilen die Kindergartenträger sowie die Städte und Gemeinden.

b) Einzelintegration

Wenn die Betreuung eines Kindes mit Behinderungen in einer integrativen Gruppe z. B. wegen der zum Teil ländlichen Struktur Niedersachsens, nicht realisiert werden kann, kann die integrative Betreuung in Form von Einzelintegration in Betracht kommen. Die Kosten dafür übernimmt das Land.

Nähere Auskünfte erteilen die Kindergartenträger sowie die Städte und Gemeinden.

c) Sprachheilkindergärten und Sonderkindergärten für Kinder mit einer Hörbehinderung

Sprachheilkindergärten und Sonderkindergärten für Kinder mit einer Hörbehinderung sind teilstationäre Einrichtung, in der Kinder mit einer nicht nur vorübergehenden, wesentlichen Sprach- oder Hörbehinderung - in der Regel nach Vollendung des vierten Lebensjahres - betreut werden.

Die Kindergärten haben die Aufgabe, diese Kinder mit Sprach- oder Hörbehinderung entsprechend ihres individuellen Hilfebedarfs zu fördern. Ziel ist es, die Behinderung aber auch weiter damit verbundene Handicaps oder Störungen in einem ganzheitlichen Prozess zu heilen, zu bessern oder zumindest zu vermeiden, dass diese sich verschlechtern. In den Kindergärten werden heilpädagogische und medizinisch-therapeutische Leistungen erbracht. Die verschiedenen Berufsgruppen arbeiten dabei interdisziplinär zusammen.

Der Besuch des Sprachheilkindergartens bzw. des Sonderkindergartens für Kinder mit einer Hörbehinderung ist für die Kinder kostenfrei. Die Kosten werden gemeinsam von dem Land Niedersachsen und den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Nähere Informationen erhalten Sie im Internet oder direkt beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.

d) Sonderkindergärten für Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung

In heilpädagogischen Kindergärten für Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung stehen landesweit ca. 3.100 Plätze zur Verfügung
Nähere Informationen erteilen die örtlichen Träger der Sozialhilfe (Landkreise, kreisfreien Städte und die Region Hannover).

e) Tagesbildungsstätten

Kinder und Jugendliche mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung können ihre Schulpflicht auch in einer anerkannten Tagesbildungsstätte erfüllen. Tagesbildungsstätten sind ein wesentlicher Bestandteil der umfassenden Eingliederungangebote für Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf im Schwerpunkt geistige Entwicklung. Die Schulbehörde kann mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten auch entscheiden, dass Kinder und Jugendliche eine anerkannte wohnortnahe Tagesbildungsstätte besuchen, wenn der Träger der Einrichtung zustimmt.

Für die Tagesbildungsstätten gilt der im Niedersächsischen Schulgesetz festgelegte Erziehungs- und Bildungsauftrag. Die Arbeit in den Tagesbildungsstätten ist darauf ausgerichtet, jeder Schülerin und jedem Schüler zu einer ihr und ihm möglichen Selbstentfaltung in sozialer Eingliederung zu verhelfen.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie beim Nds. Kultusministerium oder auf dessen Internetseiten.

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