Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Frauen und Medien

Die Medien nehmen in unserer Gesellschaft eine herausragende Rolle ein. Sie sind bedeutsame Einflussfaktoren sowie Multiplikatoren von Meinungen und Vorbildern. Sie können Politik und öffentliche Prozesse kontrollieren, sie können aufklären und Gesellschaftsbilder sowie die Vorstellungen über die Geschlechter prägen. Die Medien können einerseits die Klischees in Geschlechterrollen festschreiben. Andererseits haben sie die Möglichkeit, zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern beizutragen und unterschiedliche Lebensmodelle aufzuzeigen, wie es ihrem Auftrag entspricht.

"Männer handeln - Frauen kommen vor" hieß eine mehr als 25 Jahre alte Studie zur Darstellung der Frau und der Behandlung von Frauenthemen im Fernsehen. Frauen nehmen zunehmend verantwortungsvolle Positionen vor und hinter der Kamera ein. Trotzdem ist ihre Darstellung in den Medien häufig nicht angemessen. So beispielsweise kritisiert die Medienforschung die Vermarktung des weiblichen Körpers in der Werbung und die Darstellung von Frauen in stereotypen Rollen. Ebenso ist die Unterrepräsentanz von Frauen und frauenrelevanten Themen immer noch ausgeprägt.

Die Landesregierung fördert deshalb eine kreative Auseinandersetzung mit einem zeitgemäßen Frauenbild in den Medien und will zugleich die Medienkompetenz von Frauen und Mädchen stärken. Diesen Prozess unterstützt das Land unter anderem durch die jährliche Verleihung des Juliane Bartel Medienpreises.

 
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